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Brauchwasserwärmepumpe: Kosten, Stromverbrauch und Einbau

vor 12 Minuten
10 Min. Lesezeit

Du möchtest weniger für warmes Wasser bezahlen, aber deine Heizung noch nicht austauschen? Dann kann eine Brauchwasserwärmepumpe interessant sein. Sie übernimmt das warme Wasser zum Duschen, Baden und Händewaschen. Deine bisherige Heizung kümmert sich weiter um die Räume.


Für das Gerät nennen Hersteller grob 2.000 bis 4.000 Euro. Dazu kommt der Einbau. Wie teuer die fertige Lösung wird, hängt vor allem davon ab, welche Wasserleitungen und Anschlüsse schon vorhanden sind und woher das Gerät seine Wärme bekommt.


Ob sich die Anschaffung für dich lohnt, entscheidet sich aber nicht allein am Kaufpreis. Besonders groß kann die Ersparnis gegenüber einem elektrischen Warmwasserspeicher sein. Gegenüber einer gut laufenden Gasheizung fällt der Abstand häufig kleiner aus. Wir zeigen dir die Kosten, nachvollziehbare Verbrauchsrechnungen und konkrete Anlagenkonzepte aus öffentlich geteilten Angeboten.


Was kostet eine Warmwasserwärmepumpe mit Einbau?

Für eine erste Orientierung hilft es, Gerät und Einbau getrennt anzuschauen. Ein günstiger Gerätepreis sagt wenig darüber aus, was die betriebsbereite Anlage bei dir kostet.


Auch die veröffentlichten Richtwerte unterscheiden sich deutlich:

Kostenbestandteil

Richtwerte im Bosch-Ratgeber

Richtwerte im Vaillant-Ratgeber

Anschaffung

ca. 2.000–3.000 €

ca. 3.000–4.000 €

Installation

ca. 300–500 €

ca. 1.000–3.000 €

Rechnerische Summe

ca. 2.300–3.500 €

ca. 4.000–7.000 €

Quellen: Bosch und Vaillant. Veröffentlichte Orientierungspreise, keine Auswertung gleich ausgestatteter Angebote und kein Preisvergleich der beiden Marken. Die Ratgeber erläutern die Umsatzsteuerbasis dieser Angaben nicht ausdrücklich.


Für dich bedeutet das: Ein paar Hundert Euro Montagekosten solltest du nur ansetzen, wenn der Fachbetrieb diesen Umfang für dein Haus bestätigt. Müssen Leitungen neu gelegt, ein alter Speicher entfernt oder Luftkanäle eingebaut werden, brauchst du ein entsprechend größeres Budget. Lass dir den vollständigen Preis einschließlich Mehrwertsteuer nennen.


Was sollte im Angebot enthalten sein?

Zum vollständigen Angebot gehören die Warmwasserwärmepumpe mit passendem Speicher, Lieferung und Aufstellung, die Wasseranschlüsse sowie alle erforderlichen Sicherheitsbauteile. Dazu kommen der elektrische Anschluss, die Ableitung des Kondenswassers und die Inbetriebnahme.


Je nach Haus brauchst du außerdem:

  • Ausbau und Entsorgung des bisherigen Warmwasserspeichers,

  • Änderungen an den Warmwasserleitungen oder der Zirkulation,

  • Luftkanäle und Wanddurchführungen,

  • Anpassungen an Stromkreis oder Steckdose,

  • die Anbindung an eine vorhandene Heizung, Solarthermie oder PV-Steuerung.


Lass enthaltene und zusätzliche Arbeiten getrennt aufführen. Einen neuen Zählerschrank oder größere Elektroarbeiten solltest du dir konkret begründen lassen – die Nebenarbeiten einer kleinen Warmwasserwärmepumpe unterscheiden sich von denen eines vollständigen Heizungstauschs.


Was ist der Unterschied zur normalen Wärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe, auch Warmwasserwärmepumpe genannt, erwärmt ausschließlich dein Trinkwasser. Sie versorgt keine Heizkörper und keine Fußbodenheizung. Häufig sitzen Wärmepumpe und Speicher zusammen in einem Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum.


Eine Heizungswärmepumpe kann dagegen sowohl dein Haus heizen als auch den Warmwasserspeicher erwärmen. Du brauchst deshalb nicht automatisch eine zweite Wärmepumpe fürs Warmwasser, wenn du ohnehin eine neue Heizungswärmepumpe einbauen lässt.


Auch der Begriff „Wärmepumpenspeicher“ kann verwirren: Ein Speicher, der von der Heizungswärmepumpe erwärmt wird, ist noch keine eigene Brauchwasserwärmepumpe. Achte darauf, ob tatsächlich ein zusätzliches Gerät mit eigenem Verdichter angeboten wird.


Wenn du den kompletten Heizungstausch planst, findest du die passende Kostenübersicht in unserem Hauptbeitrag Wärmepumpe: Kosten mit Einbau.


Welche Lösungen zeigen die konkreten Angebote?

Wir haben ein Jahr lang ausführliche Heizungsangebote erfasst, die auf Reddit mit Originalunterlagen als Bilder oder Scans veröffentlicht wurden. Darunter finden sich auch mehrere Anlagenkonzepte mit einer separaten Warmwasserwärmepumpe.

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich solche Lösungen aussehen können. Die genannten Preise betreffen das gesamte angebotene Projekt, nicht allein die Brauchwasserwärmepumpe. Ein gesonderter Preis für das Warmwassergerät ist in unserer Erfassung nicht ausgewiesen.

Haus und Ausgangslage

Geplante Lösung

Gesamtes Angebot, brutto vor Förderung

Einfamilienhaus mit Gasheizung

Buderus-Heizungswärmepumpe mit separater WPT 260.4 AS für Warmwasser; Fundament und elektrische Unterverteilung als enthalten erfasst

32.500 €

Einfamilienhaus mit Ölheizung

Buderus-Heizungswärmepumpe, separate 270-Liter-Brauchwasserwärmepumpe und acht neue Heizkörper

41.036,64 €

Einfamilienhaus von 1972, bisher elektrische Fußbodenheizung und elektrische Warmwasserbereitung

Daikin-Luft-Luft-Wärmepumpen zum Heizen, separate 260-Liter-Brauchwasserwärmepumpe; elektrische Zuleitung bauseits

32.403,62 € bzw. 33.760,22 € je Gerätevariante

Neubau mit Einliegerwohnung

Vaillant-Heizungswärmepumpe und GS Quantum Plus mit 310 Litern für Warmwasser; zusätzlich 225 m² Fußbodenheizung und Sanitär-Rohinstallation

ca. 43.900 €

Was kannst du daraus für dein Haus mitnehmen?

Heizung und Warmwasser lassen sich getrennt planen. Besonders anschaulich ist das Haus mit elektrischer Fußbodenheizung: Dort sollen Luft-Luft-Wärmepumpen die Räume heizen. Für das warme Wasser ist eine eigene Lösung vorgesehen. Bei den anderen Beispielen könnte die Heizungswärmepumpe grundsätzlich ebenfalls Warmwasser bereiten. Hier solltest du dir den Nutzen des zweiten Geräts erklären lassen.


Die beiden Geräte müssen nicht vom gleichen Hersteller stammen. Das Neubauangebot kombiniert beispielsweise eine Vaillant-Heizungswärmepumpe mit einer GS-Quantum-Warmwasserlösung. Entscheidend sind das passende Gesamtkonzept und klare Zuständigkeiten für Installation und Service.


Ein vorhandenes Warmwassergerät gehört mit auf den Prüfstand. In einem weiteren Einfamilienhaus mit 220 m² ist bereits eine Blomberg-Warmwasserwärmepumpe vorhanden. Das neue Heizungsangebot nennt trotzdem einen separaten 290-Liter-Warmwasserspeicher. Ob die alte Anlage weiterlaufen soll, geht daraus nicht eindeutig hervor. Genau das solltest du klären: Was bleibt, was wird ersetzt und welche Neuanschaffung lässt sich möglicherweise vermeiden?


Die in vier Angeboten genannten Speichergrößen von 260, 260, 270 und 310 Litern zeigen konkrete Planungsbeispiele. Welche Größe bei dir passt, hängt von eurem Warmwasserverbrauch ab – die Wohnfläche allein hilft dabei wenig.


Wie viel Strom verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe?

Für eine überschlägige Rechnung brauchst du zwei Werte: die jährlich benötigte Wärme fürs Warmwasser und die Effizienz der Anlage über das Jahr.


Die Effizienz wird häufig als Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, beschrieben. Bei einer JAZ von 3 liefert die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom drei Kilowattstunden Wärme. Ein COP aus dem Datenblatt beschreibt dagegen einen festgelegten Prüfzustand und ist keine Zusage für deinen Jahresverbrauch.


Stromverbrauch = jährlicher Wärmebedarf für Warmwasser ÷ Jahresarbeitszahl


Rechenbeispiel: 3.000 kWh Wärme im Jahr

Wir nehmen an, dass die Anlage jährlich 3.000 kWh Wärme bereitstellen muss, einschließlich der in diesem Beispiel angesetzten Speicher- und Leitungsverluste. Der Strompreis beträgt angenommene 30 Cent je kWh.

Angenommene Jahresarbeitszahl

Stromverbrauch pro Jahr

Stromkosten pro Jahr

2,0

1.500 kWh

450 €

2,5

1.200 kWh

360 €

3,0

1.000 kWh

300 €

3,5

ca. 857 kWh

ca. 257 €

4,0

750 kWh

225 €

Modellrechnung mit frei gewählten Annahmen, keine gemessenen Verbrauchswerte unserer Angebotsfälle. Die Jahresarbeitszahl soll hier den gesamten Gerätestrom einschließlich eines etwaigen Heizstabeinsatzes abbilden. Zusätzliche Kosten für nachgelieferte Raumwärme sind nicht enthalten.


Du musst die 3.000 kWh nicht übernehmen: Bei nur 1.500 kWh Wärmebedarf wären es bei JAZ 3 etwa 150 Euro Stromkosten jährlich. Bei 4.500 kWh wären es 450 Euro. Die Grundfrage lautet deshalb: Wie viel warmes Wasser braucht ihr tatsächlich?


Was treibt den Verbrauch nach oben?

Lange Duschen, häufige Vollbäder und hohe Durchflussmengen erhöhen den Bedarf. Hinzu kommen Wärmeverluste des Speichers und der Leitungen. Eine ständig laufende Warmwasserzirkulation kann den Verbrauch ebenfalls erhöhen.

Auch die Technik spielt mit: Kalte Ansaugluft und häufige elektrische Schnellaufheizung können die Effizienz verschlechtern. Lass dir deshalb erklären, wann der Heizstab läuft und wie die Anlage für euren Alltag eingestellt wird. Die Warmwassertemperatur sollte dabei zum abgestimmten Hygienekonzept passen; senke sie nicht allein für eine schönere Verbrauchszahl ab.


Wie viel sparst du gegenüber Strom oder Gas?

Am deutlichsten wird der Unterschied, wenn wir für alle Varianten denselben jährlichen Wärmebedarf von 3.000 kWh ansetzen.


Für dieses Beispiel gelten 30 Cent je kWh Strom und 12 Cent je kWh Gas. Der Gasheizung schreiben wir einen angenommenen Nutzungsgrad von 90 Prozent zu. Die Brauchwasserwärmepumpe erreicht eine angenommene JAZ von 3.

Warmwasserbereitung

Jährlicher Energieeinsatz

Jährliche Energiekosten

Elektrischer Warmwasserspeicher

3.000 kWh Strom

900 €

Gasheizung, 90 % Nutzungsgrad

ca. 3.333 kWh Gas

400 €

Brauchwasserwärmepumpe, JAZ 3

1.000 kWh Strom

300 €

Balkendiagramm zu Warmwasserkosten: Elektroboiler 900 €, Gasheizung 400 €, Warmwasser-WP 300 €; Hinweis auf Ersparnis.

Die Ersparnis beträgt in diesem Beispiel 600 Euro gegenüber dem Elektroboiler, aber nur 100 Euro gegenüber Gas. Das erklärt, warum dieselbe Warmwasserwärmepumpe für zwei Haushalte wirtschaftlich sehr unterschiedlich interessant sein kann.


Die Rechnung vergleicht nur Energie. Wartung, Reparaturen und Anschaffung kommen hinzu. Bei einem Gasgerät, das im Sommer nur für Warmwasser läuft, kann der tatsächliche Nutzungsgrad niedriger sein. Umgekehrt bleiben Grundpreis und weitere Kosten eines Gasanschlusses bestehen, wenn du damit weiterhin heizt.


Ein Durchlauferhitzer braucht zwar ebenfalls ungefähr eine Kilowattstunde Strom je Kilowattstunde erzeugter Wärme, hat aber keine Speicherverluste. Die 600 Euro Ersparnis gegenüber einem Speicher lassen sich deshalb nicht unverändert auf jeden Durchlauferhitzer übertragen. Fehlen zentrale Warmwasserleitungen, kann deren Nachrüstung außerdem teuer werden.


Wann hat sich die Anschaffung bezahlt gemacht?

Für die Amortisation zählt der Mehrpreis gegenüber deiner tatsächlichen Alternative. Muss ein kaputter Elektroboiler ohnehin ersetzt werden, ziehst du die Kosten dieses Ersatzes von der Investition in die Warmwasserwärmepumpe ab. Funktioniert die bestehende Anlage noch, kann die zusätzliche Investition entsprechend höher ausfallen.


Angenommen, die Warmwasserwärmepumpe kostet dich im Vergleich zur Alternative 4.000 Euro zusätzlich. Mit den Einsparungen aus unserem Beispiel ergibt sich:

Vergleich

Jährliche Energieersparnis

Vereinfachte Amortisation

Gegenüber elektrischem Warmwasserspeicher

600 €

rund 6,7 Jahre

Gegenüber Gasheizung

100 €

rund 40 Jahre

Balkendiagramm: Mehrinvestition rechnet sich gegenüber Elektoboiler in 6,7 Jahren, gegenüber Gasheizung in 40 Jahren.

Die 40 Jahre sind ein Rechenergebnis, keine erwartete Lebensdauer. So ein Ergebnis zeigt dir, dass die Energieersparnis unter diesen Annahmen als Kaufargument wenig trägt. Wartung, Reparaturen, Finanzierung und künftige Energiepreise sind noch nicht berücksichtigt.


Lass dir deshalb nicht nur eine prozentuale Ersparnis nennen, sondern Euro pro Jahr und den dazugehörigen Mehrpreis. Erst beides zusammen hilft dir bei der Entscheidung.


Lohnt sich die Brauchwasserwärmepumpe mit Photovoltaik?

Eine vorhandene PV-Anlage kann die Rechnung verbessern. Du kannst warmes Wasser bevorzugt tagsüber erzeugen und im Speicher für später bereithalten. Wie das Gerät Überschüsse erkennt und welche zusätzliche Steuerung nötig ist, sollte im Angebot stehen.


Solarstrom ist dabei wirtschaftlich nicht automatisch kostenlos. Wenn du ihn selbst verbrauchst, entgeht dir beispielsweise eine mögliche Einspeisevergütung.


Beispiel mit 50 Prozent direkt genutztem Solarstrom

Wir bleiben bei 1.000 kWh Strombedarf im Jahr. Davon stammen angenommene 500 kWh direkt aus der vorhandenen PV-Anlage. Die übrigen 500 kWh kaufst du für 30 Cent je kWh. Für den selbst genutzten Solarstrom setzen wir beispielhaft 8 Cent je kWh entgangene Vergütung an. Das ist eine Rechenannahme, kein aktuell zugesicherter Vergütungssatz.

Rechenschritt

Betrag pro Jahr

500 kWh Netzstrom × 0,30 €

150 €

500 kWh Solarstrom × 0,08 € entgangene Vergütung

40 €

Wirtschaftlicher Ansatz für den Stromverbrauch

190 €

Vergleich: 1.000 kWh vollständig aus dem Netz

300 €

Zusätzlicher Vorteil der PV-Nutzung

110 €

Balkendiagramm zu PV-Stromkosten: Vollständig Netzstrom 300 €, 50 % PV/50 % Netzstrom 190 €, Vorteil 110 €.

Die tatsächliche Stromrechnung enthält in diesem Beispiel noch 150 Euro für den Netzbezug. Die weiteren 40 Euro berücksichtigen den entgangenen Erlös. Zusätzliche Kosten für eine neue PV-Anlage, einen Batteriespeicher oder eine Steuerung sind nicht eingerechnet.


Ob du 50 Prozent des Jahresbedarfs direkt mit Solarstrom deckst, hängt von Anlage, Jahreszeit und Laufzeiten ab. Plane deshalb keine pauschale Halbierung allein aufgrund einer vorhandenen PV-Anlage ein.


Passt eine Warmwasserwärmepumpe in deinen Keller?

Raum, Luftführung und Anschlüsse prüfen

Ein frostfreier Keller oder Hauswirtschaftsraum kann passen. Prüfe vor dem Kauf aber Raumhöhe, Türbreiten, Transportweg, Wartungsabstände und das erforderliche Raumvolumen. Dafür gelten die Vorgaben des konkreten Geräts.

Manche Anlagen nutzen die Luft direkt im Raum, andere können über Kanäle Außenluft oder Luft aus einem anderen geeigneten Bereich verwenden. Der Hersteller Stiebel Eltron beschreibt diese Unterschiede zwischen Umluft- und Kanalbetrieb.


Wasserleitungen, Stromversorgung und ein Kondensatablauf müssen erreichbar sein. Auch Geräusche und Schwingungen zählen: Ein Platz direkt neben einem Schlafraum ist anders zu bewerten als ein abgeschlossener Technikraum.


Woher kommt die Wärme im Winter?

Die Wärmepumpe entzieht ihrer Wärmequelle Energie. Im Umluftbetrieb wird der Aufstellraum dadurch kühler. Wenn diese Wärme aus beheizten Nachbarräumen nachströmt oder ein Heizkörper sie ersetzt, verursacht das zusätzliche Heizkosten. Die niedrige Stromrechnung des Warmwassergeräts allein zeigt dann nicht die gesamte Ersparnis des Hauses.


Auch ein bisher warmer Heizungskeller kann im Sommer abkühlen, sobald der alte Kessel ausgeschaltet bleibt. Lass deshalb prüfen, ob die gewählte Wärmequelle über das Jahr zur Anlage passt. Viessmann weist bei der Vitocal 060-A ebenfalls auf den Wärmeentzug aus dem Raum und mögliche alternative Luftführungen hin.

Dass das Gerät die Luft entfeuchten kann, ist ein möglicher Nebeneffekt. Eine undichte Kellerwand oder andere Ursachen von Feuchtigkeit behebt es nicht.


Welche Speichergröße brauchst du?

Für den Warmwasserkomfort zählen Personenanzahl und Verbrauch mehr als die Größe des Hauses. Zwei sparsame Duscher haben andere Anforderungen als eine Familie, in der mehrere Personen direkt nacheinander duschen oder häufig baden.

Als grobe Orientierung nennt Stiebel Eltron etwa 200 Liter für zwei bis drei Personen und etwa 300 Liter für drei bis fünf Personen. Das ersetzt keine Auslegung für euren Alltag.


Frage besonders nach:

  • der verfügbaren Mischwassermenge bei eurer gewünschten Duschtemperatur,

  • der Wiederaufheizzeit nach größerer Entnahme,

  • dem Heizstabeinsatz bei mehreren Duschen hintereinander,

  • Speicher- und Zirkulationsverlusten.


Ein größerer Speicher kann mehr Komfort bieten. Er braucht aber mehr Platz und ist nicht allein wegen seiner Größe sparsamer.


Gibt es eine Förderung für die Brauchwasserwärmepumpe?

Ziehe von einer separat nachgerüsteten Warmwasserwärmepumpe nicht pauschal die Fördersätze für eine neue Heizungswärmepumpe ab. Bei der BEG-Heizungsförderung kommt eine Mitförderung im Zusammenhang mit einer förderfähigen Hauptmaßnahme infrage.


Die technischen FAQ der KfW nennen unter Punkt 8.20 die Installation eines förderfähigen Wärmeerzeugers oder den Anschluss an ein Wärme- beziehungsweise Gebäudenetz. Dabei darf die Brauchwasserwärmepumpe keine Raumluft aus thermisch konditionierten Zonen als Wärmequelle nutzen – vereinfacht gesagt aus gezielt beheizten oder gekühlten Bereichen.


So vergleichst du Angebote für dein Haus

Hole dir möglichst mehrere Angebote für dieselbe Aufgabe: dieselbe Personenzahl, dieselbe gewünschte Warmwassermenge und denselben Aufstellort. Nur dann kannst du die Preise sinnvoll vergleichen.


Tipp: Über ein Vergleichsportal kannst du mehrere Angebote von Fachbetrieben aus deiner Region anfragen.


Gib dabei ausdrücklich an, dass du eine Warmwasserwärmepumpe suchst. Kläre anschließend diese Punkte:

  1. Gesamtpreis: Sind Lieferung, Wasseranschlüsse, Elektrik, Kondensatablauf und Inbetriebnahme enthalten?

  2. Wärmequelle: Woher kommt die Luft, und was verändert sich dadurch im Winter?

  3. Warmwasserkomfort: Reichen Speicher und Wiederaufheizzeit für eure Gewohnheiten?

  4. Verbrauch: Welche jährlichen Stromkosten werden erwartet, mit welchen Annahmen?

  5. Vorhandene Technik: Welche Speicher oder Geräte können bleiben, welche werden entfernt?

  6. PV und Wartung: Was kostet eine erforderliche Steuerung, und welche Wartungsarbeiten sind vorgesehen?


Wenn ohnehin eine Heizungswärmepumpe geplant ist, lass dir zwei Varianten anbieten: Warmwasser über die Heizungswärmepumpe und Warmwasser über ein separates Gerät. Vergleiche den Mehrpreis mit dem erwarteten jährlichen Vorteil.


Für den vollständigen Austausch findest du weitere Kostenbeispiele in unseren Beiträgen Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten, Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten und Wärmepumpe im Einfamilienhaus.


Häufige Fragen zur Brauchwasserwärmepumpe

Kann ich damit auch heizen?

Eine reine Brauchwasserwärmepumpe ist für die Warmwasserbereitung ausgelegt. Für Heizkörper, Fußbodenheizung oder die Beheizung über Luft brauchst du eine entsprechende Heizungsanlage.


Funktioniert sie ohne Photovoltaik?

Ja. Du kannst sie mit Netzstrom betreiben. Ob sich das lohnt, hängt von Verbrauch, Effizienz, Strompreis und deiner bisherigen Warmwasserbereitung ab. PV kann die laufenden Kosten zusätzlich senken.


Muss ich dafür Heizkörper austauschen?

Wenn du ausschließlich die Warmwasserbereitung umstellst und deine Raumheizung unverändert weiterbetreibst, ist deswegen kein Heizkörpertausch nötig. Neue Heizkörper in einem umfassenden Heizungstausch-Angebot gehören zur Planung der Raumheizung.


Ist eine Brauchwasserwärmepumpe wartungsfrei?

Nein. Lass dir Wartungsumfang und Kosten für das konkrete Gerät nennen. Dazu können die Kontrolle des Kondensatablaufs, Reinigung und Prüfungen am Speicher gehören. Die Vorgaben unterscheiden sich: Die Anleitung der Vaillant aroSTOR plus sieht beispielsweise eine jährliche Inspektion und Wartung durch einen Fachbetrieb vor.


Brauche ich zusätzlich zur neuen Heizungswärmepumpe ein eigenes Warmwassergerät?

Häufig kann die Heizungswärmepumpe das Warmwasser mit übernehmen. Ein separates Gerät ist eine zusätzliche Planungsoption. Lass dir den Nutzen für dein Haus und die Mehrkosten zeigen, bevor du dich dafür entscheidest.


Woher stammen unsere Beispiele?

Unsere Angebotssammlung umfasst 167 ausführliche, von Oktober 2025 bis September 2026 erfasste Angebote aus öffentlichen Reddit-Beiträgen. Aufgenommen wurden Beiträge mit Originalangeboten als Bilder oder Scans; bloße Preisnennungen wurden nicht berücksichtigt.


Sieben Angebote beschreiben eine separate Brauchwasserwärmepumpe als Teil des Anlagenkonzepts. Ein weiterer Eintrag ist unklar zugeordnet; in einem zusätzlichen Haus ist bereits eine Warmwasserwärmepumpe vorhanden. Daraus lassen sich konkrete Lösungen erklären, aber keine durchschnittlichen Anschaffungs- oder Montagekosten allein für Brauchwasserwärmepumpen berechnen. Die Projektpreise sind angebotene Bruttosummen vor Förderung, keine bestätigten Schlussrechnungen. Alle Verbrauchs- und Amortisationsrechnungen in diesem Beitrag sind ausdrücklich gekennzeichnete Modellrechnungen.

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