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Kostenvergleich Wärmepumpe & Gasheizung - auf Basis von 243 Szenarien

Aktualisiert: vor 1 Tag

Kostenvergleich Gasheizung vs. Wärmepumpe: Analyse von 243 Szenarien zu Kosten, Verbrauch und Investition – mit klaren Ergebnissen, TL;DR und Entscheidungshilfe.


Häufig liest man einen einzelnen Kostenvergleich: Gas gegen Wärmepumpe, ein Haus, ein Preis – fertig. Doch die Realität ist deutlich komplexer. Energiepreise schwanken, Häuser verbrauchen unterschiedlich viel, und auch die Anschaffungskosten liegen oft weit auseinander.


Genau deshalb haben wir nicht ein Beispiel, sondern 243 verschiedene Szenarien durchgerechnet – mit unterschiedlichen Gas- und Strompreisen, Verbräuchen und Investitionskosten. Das Ziel: Verstehen, wann sich welche Heizung wirklich lohnt.


Das Ergebnis in aller Kürze findest du im TL;DR – die Herleitung folgt in den nächsten Abschnitten sowie die vollständigen Zahlen am Ende des Artikels.

TL;DR – Die wichtigsten Erkenntnisse

Kurzfassung: Unter realistischen Annahmen ist die Wärmepumpe in der Mehrheit der Fälle über 15 Jahre günstiger als die Gasheizung. Der wichtigste steuerbare Hebel für Eigentümer ist dabei der Kaufpreis der Wärmepumpe.


Ergebnis-Überblick (15-Jahres-Gesamtkosten, ohne Extremfälle)

Wenn man unwahrscheinliche Randkombinationen ausklammert (Extremfälle wie günstiger Strom und teures Gas bzw. umgekehrt), zeigt die Auswertung (n=189) ein klares Bild:


👉 Wärmepumpe gewinnt meistens: In rund 70 % der realistischen Fälle ist die Wärmepumpe über 15 Jahre bereits günstiger als Gas (Gesamtkosten inkl. Invest + Betrieb, ohne Abzinsung). Über 20 Jahre steigt dieser Anteil auf rund 83 %. Gas gewinnt nach 15 Jahren in rund 27 % der Szenarien, etwa 3 % liegen nahe am Gleichstand.


👉 Der wichtigste für Eigentümer direkt steuerbare Hebel ist die Investition: Bei einem Mehrpreis von nur 3.000 € ist die Wärmepumpe in allen realistischen Szenarien günstiger als Gas. Bei 10.500 € Mehrpreis gewinnt sie immer noch in der klaren Mehrheit der Fälle.


👉 Der Verbrauch verstärkt den Vorteil: Die Wärmepumpe gewinnt besonders häufig, wenn der Wärmebedarf mindestens im mittleren Bereich liegt (ab ca. 24.000 kWh/Jahr).


👉 Gas ist vor allem dann günstiger, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen: niedriger Verbrauch, günstiges Gas, hoher Strompreis und ein hoher Kaufpreis der Wärmepumpe.


👉 Fazit für die Praxis: Je günstiger die Wärmepumpe eingekauft wird, desto wahrscheinlicher ist ein klarer Kostenvorteil – unabhängig davon, ob Energiepreise perfekt sind oder nicht.


Wann eher die Wärmepumpe gewinnt – und wann Gas

Die Wärmepumpe gewinnt in den meisten Szenarien, wenn:

  • Gaspreise mittel oder hoch sind,

  • und der Mehrpreis der Wärmepumpe begrenzt bleibt.


Gas ist eher günstiger, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:

  • niedriger Verbrauch,

  • günstiges Gas,

  • hoher Strompreis,

  • und ein hoher Kaufpreis der Wärmepumpe.


10 Beispiele aus den 243 berechneten Szenarien

Die Verteilung oben ist die Vogelperspektive. Damit du ein Gefühl für typische Konstellationen bekommst, zeigen die nächsten 10 Beispielzeilen realistische Kombinationen (ohne Extremfälle) – mit Ersparnis, Amortisation und Ergebnis über 15 Jahre.

Beispiel-Szenario

Verbrauch

Gas- / Strompreis (ct)

Invest Gas

Invest WP

Ersparnis WP/Jahr

Amortisation

Ergebnis (15J)

1)

18.000

10 / 24

12.000 €

30.000 €

~666 €

~27,0 J

❌ Gas

2)

18.000

10 / 30

12.000 €

30.000 €

~357 €

~50,4 J

❌ Gas

3)

18.000

13 / 36

8.000 €

22.500 €

~589 €

~24,6 J

❌ Gas

4)

18.000

13 / 30

12.000 €

22.500 €

~897 €

~11,7 J

✅ WP

5)

18.000

16 / 36

8.000 €

15.000 €

~1.129 €

~6,2 J

✅ WP

6)

24.000

13 / 24

12.000 €

30.000 €

~1.574 €

~11,4 J

✅ WP

7)

24.000

13 / 30

12.000 €

22.500 €

~1.163 €

~9,0 J

✅ WP

8)

24.000

16 / 30

12.000 €

30.000 €

~1.883 €

~9,6 J

✅ WP

9)

30.000

13 / 30

16.000 €

22.500 €

~1.429 €

~4,5 J

✅ WP

10)

30.000

13 / 36

12.000 €

22.500 €

~914 €

~11,5 J

✅ WP

Diese Beispiele sind nur ein Ausschnitt. Jetzt gehen wir die Logik dahinter systematisch durch – beginnend mit den reinen Betriebskosten.


(Alle 243 Kombinationen mit vollständigen Zahlen finden sich in der Master-Tabelle am Ende des Artikels.)

Ab hier folgt die Herleitung: Wir schauen nacheinander auf Energiepreise, Verbrauch und Investition – und bauen den Vergleich so transparent auf, dass du deine eigene Situation leicht wiederfindest.


Hebel 1: Energiepreise-Kostenvergleich zwischen Gas und Wärmepumpe

Im ersten Hebel betrachten wir ausschließlich die laufenden Betriebskosten – ohne Investitionen und ohne unterschiedliche Verbräuche. Ziel ist es, den Einfluss der Energiepreise selbst sichtbar zu machen.


Um den Vergleich übersichtlich zu halten, arbeiten wir hier mit einem Referenzhaus mit einem mittleren Wärmebedarf von 24.000 kWh pro Jahr.


Alle weiteren Unterschiede entstehen ausschließlich durch unterschiedliche Gas- und Strompreise.


Preisannahmen (inkl. Abgaben, Umlagen und CO₂-Kosten)

Wir starten mit einem Referenzhaus (24.000 kWh) und variieren nur die Preise. So entsteht eine 3×3-Übersicht der jährlichen Betriebskosten.


3 Gaspreis-Szenarien:

  • niedrig: 10 ct/kWh

  • mittel: 13 ct/kWh

  • hoch: 16 ct/kWh


3-Strompreis-Szenarien ( für die Wärmepumpe):

  • niedrig: 24 ct/kWh

  • mittel: 30 ct/kWh

  • hoch: 36 ct/kWh


Weitere Annahmen (konstant)

  • Jahresarbeitszahl Wärmepumpe (JAZ): 3,5

  • Wir setzen vereinfachend Wärmebedarf = Gas-Endenergie; real (η ~ 0,9–0,95) wäre Gas etwas teurer.

  • Wartungskosten (vereinfacht für beide Systeme): 300 €/Jahr

  • Schornsteinfeger (nur Gas): 100 €/Jahr


Zuerst rechnen wir die jährlichen Betriebskosten getrennt für Gasheizung und Wärmepumpe aus. Danach stellen wir beide direkt gegenüber – als jährlichen Vorteil der Wärmepumpe.


Ergebnis: Betriebskosten pro Jahr (24.000 kWh)

Auf Basis eines Referenzhauses mit 24.000 kWh Wärmebedarf ergeben sich die folgenden jährlichen Betriebskosten für Gasheizung und Wärmepumpe.


Gasheizung

Rechenweg:

  • Energiekosten = 24.000 kWh × Gaspreis

  • Fixkosten = 300 € Wartung + 100 € Schornsteinfeger = 400 €/Jahr

Gaspreis

Betriebskosten/Jahr

10 ct

2.800 €

13 ct

3.520 €

16 ct

4.240 €

Wärmepumpe

Rechenweg:

  • Strombedarf = 24.000 ÷ 3,5 = 6.857 kWh/Jahr

  • Energiekosten = 6.857 kWh × Strompreis

  • Fixkosten = 300 €/Jahr

Strompreis

Betriebskosten/Jahr

24 ct

1.946 €

30 ct

2.357 €

36 ct

2.769 €

Vorteil der Wärmepumpe im Betrieb

Die folgende Matrix ist der Kern von Hebel 1: Sie zeigt den jährlichen Kostenvorteil der Wärmepumpe gegenüber Gas – je nach Gas- und Strompreis.

Strompreis → /

Gaspreis ↓

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

+854 €

+443 €

+31 €

13 ct

+1.574 €

+1.163 €

+751 €

16 ct

+2.294 €

+1.883 €

+1.471 €

(Angaben = jährlicher Kostenvorteil der Wärmepumpe gegenüber Gas)


Einordnung der Ergebnisse von Hebel 1

  • Selbst bei ungünstiger Kombination (Gas günstig, Strom teuer) bleibt die Wärmepumpe bei 24.000 kWh nahe am Gleichstand.

  • Bei mittleren oder hohen Gaspreisen entsteht bereits auf Betriebsebene ein klarer wirtschaftlicher Vorteil für die Wärmepumpe.


Wichtig: Hebel 1 beantwortet nur eine Frage: Gibt es überhaupt einen Betriebsvorteil – und wie groß ist er pro Jahr?


Wie stark dieser Vorteil ins Gewicht fällt, hängt vom nächsten Hebel ab.


Hebel 2: Verbrauch – der Verstärker für den Betriebsvorteil

Hebel 1 hat gezeigt, wie groß der Betriebsvorteil (oder Grenzfall) der Wärmepumpe bei 24.000 kWh ausfällt – je nach Gas- und Strompreis.


Hebel 2 beantwortet jetzt die nächste, entscheidende Frage: Was passiert, wenn das Haus nicht „mittel“ ist – sondern deutlich weniger oder deutlich mehr Wärme braucht?


Dafür betrachten wir drei Verbrauchsstufen:

  • niedrig: 18.000 kWh/Jahr

  • mittel: 24.000 kWh/Jahr

  • hoch: 30.000 kWh/Jahr


Die Technik bleibt gleich (JAZ 3,5), ebenso die Fixkosten.


Konstante Annahmen (wie in Hebel 1)

  • JAZ Wärmepumpe: 3,5

  • Wartung: 300 €/Jahr (Gas & WP)

  • Schornsteinfeger: 100 €/Jahr (nur Gas)


Jetzt skalieren wir die Rechnung aus Hebel 1 auf drei Verbrauchsstufen. So siehst du, wie stark der Verbrauch den jährlichen Unterschied zwischen Gas und Wärmepumpe vergrößert oder verkleinert.


Betriebskosten pro Jahr bei unterschiedlichen Verbrauchs-Niveaus

Die folgende Übersicht zeigt die jährlichen Betriebskosten bei unterschiedlichen Verbrauchs-Niveaus.


Gasheizung (inkl. 400 € Fixkosten/Jahr)

Wärmebedarf

Gas 10 ct

Gas 13 ct

Gas 16 ct

18.000 kWh

2.200 €

2.740 €

3.280 €

24.000 kWh

2.800 €

3.520 €

4.240 €

30.000 kWh

3.400 €

4.300 €

5.200 €

Wärmepumpe (inkl. 300 € Fixkosten/Jahr)

Wärmebedarf

Strom 24 ct

Strom 30 ct

Strom 36 ct

18.000 kWh

1.534 €

1.843 €

2.151 €

24.000 kWh

1.946 €

2.357 €

2.769 €

30.000 kWh

2.357 €

2.871 €

3.386 €

Der zentrale Hebel: jährlicher Vorteil der Wärmepumpe (€/Jahr)

Definition: Vorteil = Gas-Kosten − WP-Kosten (positiv = WP günstiger)


Um die Spannweite sichtbar zu machen, zeigen wir die Vorteil-Matrix exemplarisch für niedrigen (18.000) und hohen Verbrauch (30.000). Die mittlere Stufe (24.000) haben wir ja bereits in Hebel 1 berechnet.


a) Verbrauch 18.000 kWh

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

+666 €

+357 €

+49 €

13 ct

+1.206 €

+897 €

+589 €

16 ct

+1.746 €

+1.437 €

+1.129 €

b) Verbrauch 30.000 kWh

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

+1.043 €

+529 €

+14 €

13 ct

+1.943 €

+1.429 €

+914 €

16 ct

+2.843 €

+2.329 €

+1.814 €

Einordnung: Was Hebel 2 wirklich zeigt

1) Verbrauch wirkt wie ein Multiplikator

Der Unterschied zwischen Gas und Wärmepumpe wird bei höherem Verbrauch automatisch größer – weil jede Preis- und Effizienz-Differenz auf mehr kWh wirkt.


2) Wenn Gas günstig & Strom teuer

Bei Gas 10 ct und Strom 36 ct ist der Vorteil der Wärmepumpe praktisch null:

  • 18.000 kWh: +49 €/Jahr

  • 24.000 kWh: +31 €/Jahr

  • 30.000 kWh: +14 €/Jahr

Das ist ein wichtiger Realitätscheck:👉 Wenn Gas dauerhaft günstig bleibt und Strom hoch ist, entsteht kaum Betriebsvorteil – egal ob niedrig oder hoch.


3) In „Gas teuer, Strom günstig“-Szenarien kippt es deutlich

Bei Gas 16 ct und Strom 24 ct wird der Betriebsvorteil der Wärmepumpe massiv:

  • 18.000 kWh: +1.746 €/Jahr

  • 24.000 kWh: +2.294 €/Jahr

  • 30.000 kWh: +2.843 €/Jahr


Hebel 3: Investition – wann amortisiert sich der Mehrpreis der Wärmepumpe?

Hebel 1 und 2 haben die entscheidende Größe geliefert: Wie viele Euro pro Jahr spart die Wärmepumpe im Betrieb – abhängig von Gaspreis, Strompreis und Verbrauch.


Hebel 3 übersetzt diese jährliche Ersparnis nun in die Praxisfrage: Wie lange dauert es, bis sich der Mehrpreis der Wärmepumpe gegenüber der Gasheizung amortisiert?


Dabei gilt eine einfache Logik:

  • Spart die Wärmepumpe im Betrieb nur wenig, dauert die Amortisation entsprechend lange.

  • Spart sie im Betrieb viel, kann sich selbst ein höherer Kaufpreis wirtschaftlich tragen.


Szenarien für verschiedene Investitions-Niveaus (inkl. Förderung)

Die Preise für Heizungen – sowohl für Wärmepumpen als auch für Gasheizungen – können je nach Anbieter, Gebäude und Region stark variieren.


Um diese Bandbreite abzubilden, arbeiten wir mit drei typischen Investitionsstufen für beide Systeme. Die Kosten der Wärmepumpe sind dabei bereits inklusive Förderung angesetzt.


Wärmepumpe (nach Förderung):

  • niedrig: 15.000 €

  • mittel: 22.500 €

  • hoch: 30.000 €


Gasheizung:

  • niedrig: 8.000 €

  • mittel: 12.000 €

  • hoch: 16.000 €


Bevor wir Amortisationszeiten berechnen, müssen wir den Mehrpreis der Wärmepumpe kennen – also den reinen Investitionsunterschied zwischen beiden Systemen in diesen drei Stufen.


Mehrpreis der Wärmepumpe:

Gas \ WP

15.000 €

22.500 €

30.000 €

8.000 €

+7.000 €

+14.500 €

+22.000 €

12.000 €

+3.000 €

+10.500 €

+18.000 €

16.000 €

−1.000 €

+6.500 €

+14.000 €

Ab hier wird es praktisch: Wir nehmen den Mehrpreis und teilen ihn durch die jährliche Betriebskostenersparnis aus Hebel 1 und 2. Das ergibt die Amortisationszeit.


Wie lange dauert es also bis sich die Wärmepumpe amortisiert?

Damit es nicht unübersichtlich wird, bilden wir die Amortisation für drei typische Mehrpreis-Niveaus ab (entsprechend der mittleren Gas-Investition 12.000 €):

  • niedrig: +3.000 € (WP 15.000 € vs. Gas 12.000 €)

  • mittel: +10.500 € (WP 22.500 € vs. Gas 12.000 €)

  • hoch: +18.000 € (WP 30.000 € vs. Gas 12.000 €)


Die Logik ist identisch für alle anderen Investitionskombinationen – die komplette Auswertung liefern wir später in der Mastertabelle (ganz unten zum Download.


Amortisation bei 18.000 kWh/Jahr

Zuerst der Fall niedriger Verbrauch (18.000 kWh): Hier sind die Einsparungen oft kleiner – und damit reagieren die Amortisationszeiten besonders stark auf Strom- und Gaspreis.


a) bei Mehrpreis +3.000 € (niedrig)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

4,5

8,4

61,8

13 ct

2,5

3,3

5,1

16 ct

1,7

2,1

2,7

b) bei Mehrpreis +10.500 € (mittel)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

15,8

29,4

216,2

13 ct

8,7

11,7

17,8

16 ct

6,0

7,3

9,3

c) bei Mehrpreis +18.000 € (hoch)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

27,0

50,4

370,6

13 ct

14,9

20,1

30,6

16 ct

10,3

12,5

15,9

Amortisation bei 24.000 kWh/Jahr

Jetzt die mittlere Referenz 24.000 kWh: Das ist der „Normalfall“, an dem viele Angebote in der Praxis hängen.


a) bei Mehrpreis +3.000 € (niedrig)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

3,5

6,8

95,5

13 ct

1,9

2,6

4,0

16 ct

1,3

1,6

2,0

b) Mehrpreis +10.500 € (mittel)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

12,3

23,7

334,1

13 ct

6,7

9,0

14,0

16 ct

4,6

5,6

7,1

c) Mehrpreis +18.000 € (hoch)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

21,1

40,6

572,7

13 ct

11,4

15,5

24,0

16 ct

7,8

9,6

12,2

Amortisation bei 30.000 kWh/Jahr

Zum Schluss hoher Verbrauch (30.000 kWh): Hier wird der Betriebsvorteil am stärksten – und selbst höhere Mehrpreise können sich schneller tragen.


a) Mehrpreis +3.000 € (niedrig)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

2,9

5,7

210,0

13 ct

1,5

2,1

3,3

16 ct

1,1

1,3

1,7

b) Mehrpreis +10.500 € (mittel)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

10,1

19,9

735,0

13 ct

5,4

7,3

11,5

16 ct

3,7

4,5

5,8

c) Mehrpreis +18.000 € (hoch)

Gas ↓ / Strom →

24 ct

30 ct

36 ct

10 ct

17,3

34,1

1260,0

13 ct

9,3

12,6

19,7

16 ct

6,3

7,7

9,9

Einordnung der Ergebnisse aus Hebel 3

1) Wenn Gas dauerhaft günstig bleibt und Strom hoch ist (10 ct / 36 ct), ist die Ersparnis fast null → Amortisationszeiten werden unrealistisch lang. Das ist der „wirtschaftliche Worst Case“ für die Wärmepumpe – unabhängig vom Verbrauch.

2) Sobald Gas mittel/hoch ist (13–16 ct) kippt die Rechnung klar:

  • Bei 24.000 kWh amortisiert sich selbst ein Mehrpreis von +18.000 € häufig in ~8–12 Jahren, wenn Strom nicht extrem teuer ist.

  • Bei 30.000 kWh wird die Amortisation noch schneller.

3) Der Verbrauch ist der Beschleuniger: Mehr Verbrauch → mehr jährliche Ersparnis → kürzere Amortisation.


Fazit: Was lässt sich aus 243 Szenarien wirklich ableiten?

Der Vergleich zwischen Gasheizung und Wärmepumpe zeigt deutlich: Eine einzelne Beispielrechnung reicht nicht aus, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Zu unterschiedlich sind Energiepreise, Verbräuche und Investitionskosten.


Genau deshalb haben wir 243 realistische Szenarien durchgerechnet. Das Ziel war nicht, die Zukunft vorherzusagen, sondern Strukturen sichtbar zu machen: Wann kippt die Wirtschaftlichkeit – und warum?


Die zentralen Erkenntnisse

1) Betriebskosten entscheiden, ob überhaupt ein Vorteil entsteht: Ob die Wärmepumpe wirtschaftlich im Vorteil ist, entscheidet sich zuerst im laufenden Betrieb. Steigende Gaspreise (inkl. CO₂-Kosten) erzeugen schnell relevante Einsparungen, während hohe Strompreise diesen Vorteil reduzieren können. Ohne nennenswerten Betriebsvorteil gibt es keine sinnvolle Amortisation.


2) Der Verbrauch verstärkt alle Effekte: Der Wärmebedarf wirkt wie ein Multiplikator:

  • Bei niedrigem Verbrauch bleiben viele Szenarien Grenzfälle.

  • Bei mittlerem Verbrauch entscheidet zunehmend die Investitionshöhe.

  • Bei hohem Verbrauch kippt die Wirtschaftlichkeit in der Mehrheit der Fälle zugunsten der Wärmepumpe.


3) Der wichtigste für Eigentümer direkt steuerbare Hebel ist die Investition: Energiepreise lassen sich kaum beeinflussen (außer bei der Tarifwahl) – der Kaufpreis der Wärmepumpe dagegen schon, indem du Angebote vergleichst. Die Auswertung zeigt: Wird der Mehrpreis der Wärmepumpe niedrig gehalten, verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit in einem Großteil der realistischen Szenarien klar zu ihren Gunsten.


Wichtige Einordnung & Einschränkungen

So aussagekräftig die Ergebnisse sind – sie bilden keine konkrete Realität ab, sondern arbeiten bewusst mit Annahmen. Deshalb sind einige Punkte wichtig:

  • Die Prozentwerte sind keine Wahrscheinlichkeiten. Dass die Wärmepumpe in z. B. 70 % der Szenarien günstiger ist, bedeutet nicht, dass sie sich mit 70 % Wahrscheinlichkeit „rechnet“. Die Szenarien sind gleich gewichtet und dienen dem Vergleich – nicht der Prognose.

  • Photovoltaik verbessert das Ergebnis klar zugunsten der Wärmepumpe. Eigener Solarstrom senkt die effektiven Stromkosten der Wärmepumpe – in der Realität oft deutlich. Dieser Effekt ist in den Berechnungen nicht enthalten.

  • Eine bessere Jahresarbeitszahl (JAZ) verbessert das Ergebnis ebenfalls. Wir rechnen konservativ mit einer JAZ von 3,5. Moderne Wärmepumpen erreichen – je nach System und Gebäude – höhere Werte, was die Betriebskosten weiter senkt. (Umgekehrt schwächt eine niedrigere JAZ diesen Effekt.)

  • Ein realistischer Gas-Wirkungsgrad verschlechtert Gas in der Praxis. In der Rechnung wird vereinfacht mit idealisierten Wirkungsgraden gearbeitet. In realen Bestandsgebäuden liegen die effektiven Gaswirkungsgrade häufig unter den theoretischen Werten, was die Wärmepumpe ebenfalls begünstigt.

  • CO₂-Kosten und Energiepreise bleiben Unsicherheiten: Die Berechnungen arbeiten mit festen Preisannahmen. Politische Eingriffe, Marktveränderungen oder Förderanpassungen können die tatsächliche Entwicklung in beide Richtungen beeinflussen.

  • Gebäudespezifika sind nicht abbildbar: Dämmstandard, Heizsystem (Fußbodenheizung vs. Radiatoren), Nutzerverhalten und Sanierungszustand können das Ergebnis im Einzelfall deutlich verändern.


Was bleibt als belastbare Schlussfolgerung?

Trotz aller Einschränkungen zeigt die Analyse ein stabiles Muster:

Je günstiger die Wärmepumpe eingekauft wird und je höher der Wärmebedarf, desto wahrscheinlicher ist ein klarer Kostenvorteil – insbesondere über längere Zeiträume.

Wer seinen eigenen Verbrauch kennt, realistische Energiepreise ansetzt und vor allem Angebote vergleicht, kann mit dieser Struktur sehr gut abschätzen, ob und wann sich der Umstieg lohnt.


Alle Zahlen transparent zum Nachvollziehen

Die vollständige Auswertung mit allen 243 berechneten Kombinationen (Energiepreise, Verbrauch, Investitionskosten, Betriebskosten und Amortisation) stellen wir dir als Tabelle zum Download zur Verfügung.


👉 Download: Master-Tabelle mit allen 243 Szenarien (ideal zum Filtern, Vergleichen und für die eigene Entscheidungsrechnung)

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