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Wie laut sind Wärmepumpen wirklich?

  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Hausbesitzer, die über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenken, haben eine zentrale Sorge: Macht die Wärmepumpe Lärm? Gerade in Wohngebieten mit enger Bebauung ist die Lautstärke ein sensibles Thema. In diesem Beitrag erfährst du, wie Geräusche bei Wärmepumpen entstehen, wie laut moderne Geräte tatsächlich sind, welche gesetzlichen Vorgaben gelten und worauf du bei Planung und Aufstellung achten solltest.


Wie laut sind Wärmepumpen wirklich?

Sind Wärmepumpen laut?

Kurz gesagt: Jein.


Moderne Wärmepumpen sind in der Regel sehr leise. Die meisten Geräte bewegen sich heute auf einem Geräuschniveau, das mit Alltagsgeräuschen wie einem Kühlschrank oder einem leisen Gespräch vergleichbar ist.


Allerdings kann eine Wärmepumpe durchaus als laut empfunden werden und zu Ärger mit Nachbarn führen – meist als Folge eines ungünstig gewählten Standorts.


Entscheidend für die wahrgenommene Lautstärke ist daher weniger die Technik selbst, sondern vor allem die Planung, der Standort und die Ausrichtung der Wärmepumpe.


Für wen ist die Lautstärke von Wärmepumpen besonders relevant?

Das Thema Geräuschentwicklung betrifft vor allem Eigentümer von Reihenhäusern und Doppelhaushälften, da hier die Abstände zu Nachbarn und deren Wohnräumen oft gering sind.


Aber auch Besitzer von Einfamilienhäusern auf kleineren Grundstücken oder in ruhigen Wohngebieten sollten die Lautstärke im Blick behalten. In dicht bebauten Quartieren spielt Nachbarschaftsruhe eine große Rolle – eine gut geplante Wärmepumpe hilft, Konflikte von vornherein zu vermeiden.


Wie entstehen Geräusche bei Wärmepumpen?

Die Geräusche einer Wärmepumpe entstehen hauptsächlich durch zwei Bauteile:

  1. den Ventilator der Außeneinheit, der Umgebungsluft ansaugt, und

  2. den Verdichter (Kompressor), der das Kältemittel verdichtet.


Dabei entsteht sowohl hörbarer Luftschall als auch tieffrequenter Körperschall, der als Brummen wahrgenommen werden kann.


Moderne Wärmepumpen sind technisch stark weiterentwickelt und deutlich leiser als ältere Modelle – dennoch spielt die richtige Aufstellung eine entscheidende Rolle für die wahrgenommene Lautstärke.


Wie laut sind Wärmepumpen im Vergleich?

Die meisten modernen Wärmepumpen liegen tagsüber bei etwa 50 bis 60 dB(A) – vergleichbar mit einem leisen Gespräch oder einem Kühlschrank.


Nachts verfügen viele Geräte über spezielle Nacht- oder Flüstermodi, bei denen die Lautstärke auf 35 bis 45 dB(A) reduziert wird. Das entspricht in etwa der Geräuschkulisse eines ruhigen Schlafzimmers.


Wichtig ist: Herstellerangaben beziehen sich meist auf die Schallleistung – die tatsächlich wahrgenommene Lautstärke hängt stark vom Abstand und der Umgebung ab.


Gesetzliche Vorgaben zur Lautstärke von Wärmepumpen

In Deutschland gelten klare Richtwerte für Schallimmissionen. In allgemeinen Wohngebieten dürfen tagsüber in der Regel 55 dB(A) und nachts 40 dB(A) nicht überschritten werden.


Diese Werte müssen am maßgeblichen Immissionsort, also beispielsweise am Fenster des Nachbarn, eingehalten werden. Die Planung der Wärmepumpe – insbesondere Standort, Abstand und Ausrichtung – ist daher entscheidend, um rechtliche Vorgaben sicher zu erfüllen.

Gebietstyp

Tag (6–22 Uhr)

Nacht (22–6 Uhr)

Reine Wohngebiete

50 dB(A)

35 dB(A)

Allgemeine Wohngebiete

55 dB(A)

40 dB(A)

Mischgebiete

60 dB(A)

45 dB(A)


Häufige Fehler, die die Lautstärke von Wärmepumpen beeinflussen

Ein häufiger Planungsfehler ist ein zu geringer Abstand zu Wohnräumen und Nachbargrundstücken. Ventilatoren und Verdichter erzeugen sowohl Luftschall als auch tieffrequente Geräusche. Empfohlen werden mindestens 3 bis 5 Meter Abstand zu Schlafzimmern, Terrassen und Nachbargrenzen – mehr Abstand sorgt in der Praxis fast immer für deutlich weniger wahrgenommenen Lärm.


Oft wird auch die Schallausbreitung unterschätzt. Wärmepumpen sollten nicht in Senken, Nischen, Innenhöfen oder zwischen Mauern platziert werden. Solche Bereiche wirken wie Resonanzräume und können das Brummen stark verstärken, selbst bei eigentlich leisen Geräten.


Ebenso wichtig ist die Ausrichtung der Wärmepumpe. Der Luftausblas des Ventilators sollte nicht direkt auf Hauswände, Fenster oder Nachbargrundstücke zeigen, da reflektierter Schall die Lautstärke spürbar erhöht.


Schließlich werden Schallschutzmaßnahmen häufig überschätzt. Lärmschutzwände, Schallabsorber oder Dämmhauben können sinnvoll sein, ersetzen aber keinen guten Standort. Sie sollten gezielt ergänzend eingesetzt werden – die richtige Platzierung bleibt der wichtigste Faktor.


Fazit: Leise Wärmepumpen sind heute der Standard

Moderne Wärmepumpen sind deutlich leiser, als viele vermuten. Mit einer sorgfältigen Planung, ausreichenden Abständen und einer durchdachten Aufstellung lassen sich Geräuschprobleme in den allermeisten Fällen vermeiden. Wer die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt und typische Fehler meidet, profitiert von effizienter, nachhaltiger Wärme – ganz ohne Lärmbelästigung für sich oder die Nachbarschaft.


Ab dem 1. Januar 2026 gewinnt das Thema Lautstärke zusätzlich an finanzieller Relevanz: Luft/Wasser-Wärmepumpen werden in Deutschland nur noch gefördert, wenn sie deutlich strengere Lärmschutzauflagen erfüllen. Die Außengeräte müssen dann Geräuschemissionen aufweisen, die mindestens 10 Dezibel (dB) unter den gesetzlichen Grenzwerten der EU-Ökodesign-Verordnung liegen. Damit wird die bisherige 5-dB-Regelung deutlich verschärft.


Für Hausbesitzer bedeutet das: Förderfähigkeit hängt künftig nicht nur vom Gerät selbst ab, sondern auch von einer professionellen Planung des Aufstellortes. Wer bereits heute auf besonders leise Modelle und ein schalloptimiertes Aufstellungskonzept setzt, ist nicht nur konfliktfrei gegenüber Nachbarn unterwegs, sondern auch optimal auf die Förderbedingungen ab 2026 vorbereitet.

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