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Heizungsgesetz gekippt – jetzt doch Durchbruch? Was die Einigung wirklich bedeutet

  • 30. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Heizungsgesetz gekippt – nach wochenlangem Stillstand gibt es eine Einigung in einem der größten Streitpunkte: dem Mieterschutz.


Update: Einigung erzielt – größter Streitpunkt gelöst

Die Koalition aus Union und SPD hat sich auf eine zentrale Regelung geeinigt:

Eine Kostenbremse für Mieter beim Heizungstausch.


Kern der Einigung:

  • Kosten für CO₂, Netzentgelte und Biogas werden zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt (50/50)

  • Gilt für bestehende und neue Mietverhältnisse

  • Vermieter tragen künftig mehr Verantwortung, wenn sie weiter auf fossile Heizungen setzen


Politisch entscheidend: Damit ist der größte Blockadepunkt aus dem Weg geräumt.

Der Weg für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) ist damit erstmals realistisch frei.


Zeitplan: Deutlich stabiler – aber noch nicht durch

Zuvor war unklar, ob das Gesetz rechtzeitig kommt. Jetzt sieht die Lage anders aus:

  • Ziel bleibt: Inkrafttreten zum 1. Juli 2026

  • Nach der Einigung: Kabinettbeschluss deutlich wahrscheinlicher

  • Aber: Gesetzentwurf steht noch aus


Bedeutet: Der Zeitplan ist nicht mehr akut gefährdet, aber auch noch nicht final abgesichert.


Wichtig: Das Risiko „altes GEG greift wieder“ sinkt deutlich

Vor der Einigung war das ein reales Szenario: Wenn das neue Gesetz zu spät kommt → das bestehende Gebäudeenergiegesetz (GEG) greift automatisch weiter


Das hätte bedeutet:

  • In Städten mit Wärmeplanung

  • faktisch wieder Einschränkungen für neue Gasheizungen

  • Greifen der 65%-Regel


Jetzt gilt: Dieses Risiko ist deutlich kleiner geworden – aber nicht komplett vom Tisch.


Was bisher vereinbart wurde (Eckpunkte)

Trotz aller Unsicherheiten gilt weiterhin die Einigung von Union und SPD:

❌ 65-Prozent-Regel wird gestrichen

✅ Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt

⚠️ Ab 2029: verpflichtende „Bio-Treppe“ (Grüngas-Beimischung)

⚠️ Grüngasquote für Bestandsheizungen geplant


Mehr Details zu den vorgelegten Eckpunkten vom Februar:


Einordnung: Politischer Durchbruch – aber kein Kurswechsel

Die Einigung wirkt auf den ersten Blick wie eine Entwarnung.

Tatsächlich gilt aber weiterhin:

  • CO₂-Preise steigen

  • Fossile Energien werden teurer

  • Grüne Gase bleiben knapp

  • Regulatorischer Druck bleibt bestehen


Bedeutet:Die Spielregeln ändern sich – aber das Ziel bleibt gleich.


Was das für Eigentümer konkret bedeutet

Kurzfristig:

  • Mehr Klarheit als noch vor wenigen Wochen

  • Deutlich geringeres Risiko eines „Rückfalls“ ins alte Gesetz

  • Aber: finale Details fehlen noch


Langfristig bleibt entscheidend:

👉 Fossile Heizungen werden wirtschaftlich zunehmend unattraktiv


Nicht wegen eines einzelnen Gesetzes – sondern durch:

  • steigende CO₂-Kosten

  • höhere Energiepreise

  • politische Rahmenbedingungen


Fazit: Heizungsgesetz gekippt, Durchbruch geschafft – Entscheidung bleibt trotzdem komplex

Ja – die Einigung ist nun da.


Ja – das Gesetz wird jetzt deutlich wahrscheinlicher kommen.


Aber:

👉 Es ist noch nicht beschlossen

👉 Details können sich noch ändern

👉 Und wirtschaftlich bleibt die Richtung klar


Die große Unsicherheit verschiebt sich – sie verschwindet nicht.


👉 Unsere Empfehlung

Wer aktuell über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte sich nicht an Schlagzeilen orientieren, sondern an:

  • tatsächlichen Betriebskosten

  • Entwicklung von Strom- vs. Gaspreisen

  • CO₂-Preis

  • technischer Zukunftssicherheit


👉 Unsere detaillierte Analyse dazu findest du im Kostenvergleich Gas vs. Wärmepumpe.


Tipp: Abonniere auch unseren Newsletter (ganz unten), um zu diesem Thema immer aktuelle Infos zu erhalten.


6 Kommentare


Mara
16. Apr.

Ich habe eine einfache Altbauwohnung mit alter Gastherme gekauft. Die HVW versucht seit Jahren den anderen Eigentümern andere Heizungen schmackhaft zu machen. Die lehnen jedoch konsequent ab. Da bleibt mir nicht viel übrig. Alte Therme noch überprüfen und laufen lassen bis mehr Konkretes kommt oder in jeden Raum eine Stromheizung einstecken , Durchlauferhitzer einbauen und Heizkörper/Therme entfernen......? Wer hat eine bessere Idee?

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Kai
25. Feb.

Ach ja, "grünes Gas" zum ein bißchen Beimischen ab 2029 gibt es de facto nicht, das ist eine technologieoffene Schimäre ! Und ich wette darüber hinaus, daß die Wärmepumpen-Förderung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens noch ein wenig "angepasst" werden wird - Richtung null. Gas-Kati wurde von der Gaswirtschaft, aus der sie ja direkt kommt, mit Amt und Knete geködert, und dafür liefert sie jetzt - Gas.

Und im Europa-Parlament schleifen die Konservativen (u..a. CSU/CSU) mit den Rechtsextremen (u.a. AfD) seit Monaten Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, da wird der Wegfall der CO2-Bepreisung nicht lange auf sich warten lassen.

Und schwupps stehen wir wieder da, wo wir nach 20 Jahren Merkel, Altmaier und Co standen : in der Abhängigkeit von Öl und Gas…

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Kai
25. Feb.

Das "Heizungsgesetz" gibt es nicht und gab es nie. Es gibt das Gebäude-Energiegesetz (von der CDU erlassen), und darin hatten die Grünen einige Paragraphen sinnvoll verschärft in Richtung Klimaschutz. Gas-Kati schleift jetzt auftragsgemäß den Klimaschutz, indem sie wiederum einige Paragraphen des Gebäudeenergiegesetzes ändert. Der Klimschutz bleibt als leere Hülle für "irgendwann" auf dem Papier bestehen, dann ist diese Regierung längst weg. Auch eine angebliche "Überprüfung und Nachsteuerung" 2030 wird es nicht geben, weil diese Regierung dann ebenfalls nicht mehr im Amt ist - aber sie und jede andere Regierung außer den Grünen würde sowieso höchstens in die falsche Richtung "nachsteuern", nämlich den Klimaschutz auf das Jahr 2100 vertagen.

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Gast
13. Jan. 2025

Ja das ist doch volle absicht

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Gast
29. Dez. 2024

Hat man da nicht eine Partei vergessen ??🙄

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Gast 2
20. Feb. 2025
Antwort an

Es geht hier nicht um Lügenverbreitung, deshalb wird die FCK Partei nicht erwähnt.

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