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Heizungsgesetz gekippt, aber Zeitplan wackelt – kommt die 65%-Regel doch?

  • vor 16 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Heizungsgesetz gekippt? Die 65-Prozent-Regel soll fallen, Gasheizungen bleiben erlaubt. Doch aktuell zeigt sich: Die Reform ist längst noch nicht umgesetzt.


Update: Heizungsgesetz gekippt, aber Zeitplan wackelt

Eigentlich wollte die Bundesregierung das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) noch vor Ostern vorlegen. Stand jetzt: Ein konkreter Gesetzentwurf fehlt.


Gleichzeitig steigt der Druck:

  • Ziel der Koalition: Gesetz soll zum 1. Juli 2026 in Kraft treten

  • Problem: Viele offene Streitpunkte (v. a. Mieterschutz)

  • Zusätzlich: Widerstand von Stadtwerken und Energiebranche


👉 Das führt zu einer entscheidenden Unsicherheit:

Wenn das neue Gesetz nicht rechtzeitig kommt, greift automatisch das bestehende GEG weiter.


Das bedeutet konkret:

  • In Großstädten mit Wärmeplanung könnten ab Juli 2026 keine neuen reinen Gas- und Ölheizungen mehr eingebaut werden

Die bekannte 65-Prozent-Regel würde faktisch wirksam werden


👉 Anders gesagt: Das „gekipptes Heizungsgesetz“-Narrativ könnte sich kurzfristig ins Gegenteil drehen.


⚠️ Politische Lage: Widerstand wächst

Die Verzögerung kommt nicht zufällig – es knirscht an mehreren Stellen:


  1. Streit um Mieterschutz (SPD vs. Union): Die SPD will verhindern, dass neue fossile Heizungen einfach auf Mieter umgelegt werden können. → Ohne Einigung blockiert das den Gesetzentwurf.

  2. Stadtwerke laufen Sturm: Große kommunale Versorger warnen:

    • Gasnetze müssten länger betrieben werden

    • Gleichzeitig müssten Fernwärme und Stromnetze ausgebaut werden

      → Hohe Doppelkosten und Risiken für die Wärmewende

  3. Unruhe im Wirtschaftsministerium: Im von Katherina Reiche geführten Ministerium gibt es zusätzlichen Druck:

    • Externe Berater sollen massiv eingebunden werden (tausende Stunden)

    • Intern gibt es Kritik und offene Stellen

      → Hinweis auf strukturelle Probleme bei der Umsetzung


👉 Kurz gesagt: Das neue Gesetz ist operativ alles andere als durch.


🧾 Was bisher vereinbart wurde (Eckpunkte)

Trotz aller Unsicherheiten gilt weiterhin die Einigung von Union und SPD:

❌ 65-Prozent-Regel wird gestrichen

✅ Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt

⚠️ Ab 2029: verpflichtende „Bio-Treppe“ (Grüngas-Beimischung)

⚠️ Grüngasquote für Bestandsheizungen geplant


Mehr Details zu den vorgelegten Eckpunkten vom Februar:


Rückblick: Warum das überraschend deutlich ist

Noch Ende 2025 war völlig offen, wohin die Reise geht.


Die Konfliktlinien:

  • Union: Abschaffung der 65%-Regel, mehr Marktmechanismen

  • SPD: Festhalten an der Regel als Kern der Wärmewende


👉 Ergebnis: Die 65%-Regel wird nicht nur abgeschwächt, sondern komplett gestrichen – ein klarer politischer Erfolg der Union.


Unsere Szenarien – und was eingetreten ist

Wir hatten drei mögliche Entwicklungen skizziert:

  1. Radikale Abschaffung

  2. Kompromisslösung

  3. Minimale Anpassung


👉 Realität: Eine Variante zwischen 1 und 2 – aber deutlich näher an Szenario 1 als erwartet.


Und trotzdem: Im Kern ändert sich weniger

So groß die politische Wirkung ist – strukturell bleibt vieles gleich:

  • CO₂-Preise steigen weiter

  • Grüne Gase bleiben knapp und teuer

  • Ab 2029 greifen neue Verpflichtungen

  • 2030 droht Nachsteuerung bei Zielverfehlung


👉 Bedeutet:

Die Regulierung verschwindet nicht – sie verändert nur ihre Form.


Was das für Eigentümer bedeutet

Kurzfristig entsteht vor allem eines: Unsicherheit.

  • Kommt das GMG rechtzeitig?

  • Greift doch noch das alte GEG?

  • Welche Regeln gelten konkret beim nächsten Heizungstausch?


Langfristig bleibt die Richtung aber klar:

👉 Fossile Heizungen werden wirtschaftlich zunehmend unattraktiv.


Nicht wegen eines einzelnen Gesetzes – sondern wegen:

  • steigender CO₂-Kosten

  • teurer werdender fossiler Energien

  • regulatorischem Druck über mehrere Ebenen


Fazit: Gekippt – aber noch nicht entschieden

Ja – die Reform ist politisch stärker ausgefallen als erwartet.


Ja – die Union hat sich in zentralen Punkten durchgesetzt.


Aber:

👉 Der Zeitplan wackelt

👉 Der Widerstand wächst

👉 Und die Umsetzung ist offen


Im Extremfall könnte die 65%-Regel kurzfristig sogar doch Realität werden.


Unsere Empfehlung

Wer heute eine Entscheidung treffen muss, sollte sich nicht an Schlagzeilen orientieren, sondern an:

  • tatsächliche Betriebskosten

  • Entwicklung von Strom- vs. Gaspreisen

  • CO₂-Preis

  • technischer Zukunftssicherheit


👉 Unsere detaillierte Analyse dazu findest du im Kostenvergleich Gas vs. Wärmepumpe.


Tipp: Abonniere unseren Newsletter (ganz unten), um zu diesem Thema immer aktuelle Infos zu erhalten.


5 Kommentare


Kai
25. Feb.

Ach ja, "grünes Gas" zum ein bißchen Beimischen ab 2029 gibt es de facto nicht, das ist eine technologieoffene Schimäre ! Und ich wette darüber hinaus, daß die Wärmepumpen-Förderung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens noch ein wenig "angepasst" werden wird - Richtung null. Gas-Kati wurde von der Gaswirtschaft, aus der sie ja direkt kommt, mit Amt und Knete geködert, und dafür liefert sie jetzt - Gas.

Und im Europa-Parlament schleifen die Konservativen (u..a. CSU/CSU) mit den Rechtsextremen (u.a. AfD) seit Monaten Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, da wird der Wegfall der CO2-Bepreisung nicht lange auf sich warten lassen.

Und schwupps stehen wir wieder da, wo wir nach 20 Jahren Merkel, Altmaier und Co standen : in der Abhängigkeit von Öl und Gas…

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Kai
25. Feb.

Das "Heizungsgesetz" gibt es nicht und gab es nie. Es gibt das Gebäude-Energiegesetz (von der CDU erlassen), und darin hatten die Grünen einige Paragraphen sinnvoll verschärft in Richtung Klimaschutz. Gas-Kati schleift jetzt auftragsgemäß den Klimaschutz, indem sie wiederum einige Paragraphen des Gebäudeenergiegesetzes ändert. Der Klimschutz bleibt als leere Hülle für "irgendwann" auf dem Papier bestehen, dann ist diese Regierung längst weg. Auch eine angebliche "Überprüfung und Nachsteuerung" 2030 wird es nicht geben, weil diese Regierung dann ebenfalls nicht mehr im Amt ist - aber sie und jede andere Regierung außer den Grünen würde sowieso höchstens in die falsche Richtung "nachsteuern", nämlich den Klimaschutz auf das Jahr 2100 vertagen.

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Gast
13. Jan. 2025

Ja das ist doch volle absicht

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Gast
29. Dez. 2024

Hat man da nicht eine Partei vergessen ??🙄

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Gast 2
20. Feb. 2025
Antwort an

Es geht hier nicht um Lügenverbreitung, deshalb wird die FCK Partei nicht erwähnt.

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