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Heizungsgesetz gekippt - stärker als erwartet

  • 23. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Feb.

Heizungsgesetz gekippt? Die 65-Prozent-Regel fällt, Gasheizungen bleiben erlaubt. Wir analysieren, wer sich im politischen Streit durchgesetzt hat.


Update: Heizungsgesetz wird abgeschafft

Union und SPD haben sich auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) geeinigt. Das was im alten GEG als Heizungsgesetz bezeichnet wurde, wird abgeschafft.


Bestätigt wurde:

  • Die 65-Prozent-Regel wird gestrichen.

  • Eine verbindliche Grüngasquote wird eingeführt.


Damit setzt sich die Union in zentralen Punkten durch, während die Klimaziele formal bestehen bleiben.


Alle Details und unsere Einordnung zur Reform findest du hier (inkl. Eckpunktepapier der Koalition zum Download):


Rückblick: Lange Hängepartie – nun deutlichere Reform als erwartet

Noch Ende 2025 war die Lage völlig offen. Obwohl die Union im Wahlkampf die Abschaffung des Heizungsgesetzes versprochen hatte, kam es im Koalitionsausschuss zunächst zu keiner Einigung. Die Reform wurde erst auf Anfang 2026 vertagt, anschließend verschob sich selbst die Bekanntgabe der Eckpunkte noch einmal.


Monatelang blieb der zentrale Konflikt ungelöst:

Soll die 65-Prozent-Regel bestehen bleiben – oder fallen?


Damals standen sich zwei klare Linien gegenüber:

  • Die Union wollte die 65-Prozent-Vorgabe abschaffen oder durch marktwirtschaftliche Instrumente wie CO₂-Bepreisung ersetzen.

  • Die SPD wollte an der Regel festhalten und sie als Herzstück der Wärmewende verteidigen.


Rückblickend zeigt sich: Die Union hat sich in diesem Kernpunkt durchgesetzt. Die 65-Prozent-Regel wurde nicht nur aufgeweicht, sondern vollständig gestrichen – stärker, als viele Beobachter (wir auch) erwartet hatten.


Man kann es zuspitzen: Somit wurde das Heizungsgesetz gekippt.


Die damaligen Positionen – und was daraus wurde

Union: Weg vom Ordnungsrecht

Vertreter von CDU und CSU sprachen bereits 2025 davon, das „Ampel-Heizungsgesetz“ zurückzunehmen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kritisierte einen „Zwang zur Wärmepumpe“. Auch Andreas Lenz (CSU) bezeichnete die 65-Prozent-Regel als „nicht sachgemäß“.


Heute ist klar: Diese Linie hat sich durchgesetzt. Das neue Gesetz enthält keine verpflichtende Technologiequote mehr.


SPD: Klimaziele und soziale Balance

Die SPD hatte lange betont, das Ambitionsniveau dürfe nicht gesenkt werden. Die 65-Prozent-Regel wurde als „Herzstück“ der Wärmewende verteidigt. Gleichzeitig wollte die Partei soziale Ausgewogenheit und verlässliche Förderung sichern.


Auch hier zeigt sich: Die SPD hat zumindest erreicht, dass

  • die Klimaziele des Klimaschutzgesetzes weiter gelten,

  • 2030 eine Evaluierung mit möglicher Nachsteuerung vorgesehen ist,

  • und die Förderung bis mindestens 2029 bestehen bleibt.


Unsere damaligen Szenarien – und was eingetreten ist

Wir hatten drei Szenarien skizziert:

  1. Radikale Rücknahme des Gesetzes

  2. Kompromiss mit Aufweichung der 65-Prozent-Regel

  3. Nur minimale Anpassungen


Eingetreten ist eine Variante zwischen Szenario 1 und 2 – mit einem deutlich stärkeren Einschnitt als ursprünglich erwartet.


Die vollständige Abschaffung der 65-Prozent-Regel ist erheblich. Politisch ist das ein klarer Erfolg der Union.


Und trotzdem: Im Kern ändert sich weniger

So gravierend die symbolische Änderung ist – strukturell bleibt die Richtung gleich:

  • CO₂-Preise steigen weiter.

  • Ab 2029 gilt eine verpflichtende Grüngasquote.

  • 2030 droht Nachsteuerung bei Zielverfehlung.

  • Grüne Gase sind knapp und teuer.


Das bedeutet: Die Regulierung wird nicht aufgehoben – sie wird umgebaut.

Statt einer Technologiepflicht gibt es nun eine Brennstoffpflicht.


Für Eigentümer dürfte sich deshalb in der Praxis weniger ändern, als es die politische Kommunikation vermuten lässt.


Fazit aus heutiger Sicht: Das was als Heizungsgesetz bekannt war wurde gekippt

Ja – die Reform ist stärker ausgefallen als erwartet.


Ja – die Union hat sich in wesentlichen Punkten durchgesetzt.


Aber: An der grundlegenden Transformationsrichtung ändert sich nichts. Die Zukunft im Heizungskeller bleibt erneuerbar.


Wer langfristig wirtschaftlich entscheiden will, sollte daher weniger auf politische Schlagzeilen schauen – und mehr auf Kostenentwicklung, CO₂-Preis und Betriebskosten.


👉 Unsere detaillierte Analyse dazu findest du im Kostenvergleich Gas vs. Wärmepumpe.


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5 Kommentare


Kai
25. Feb.

Ach ja, "grünes Gas" zum ein bißchen Beimischen ab 2029 gibt es de facto nicht, das ist eine technologieoffene Schimäre ! Und ich wette darüber hinaus, daß die Wärmepumpen-Förderung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens noch ein wenig "angepasst" werden wird - Richtung null. Gas-Kati wurde von der Gaswirtschaft, aus der sie ja direkt kommt, mit Amt und Knete geködert, und dafür liefert sie jetzt - Gas.

Und im Europa-Parlament schleifen die Konservativen (u..a. CSU/CSU) mit den Rechtsextremen (u.a. AfD) seit Monaten Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, da wird der Wegfall der CO2-Bepreisung nicht lange auf sich warten lassen.

Und schwupps stehen wir wieder da, wo wir nach 20 Jahren Merkel, Altmaier und Co standen : in der Abhängigkeit von Öl und Gas…

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Kai
25. Feb.

Das "Heizungsgesetz" gibt es nicht und gab es nie. Es gibt das Gebäude-Energiegesetz (von der CDU erlassen), und darin hatten die Grünen einige Paragraphen sinnvoll verschärft in Richtung Klimaschutz. Gas-Kati schleift jetzt auftragsgemäß den Klimaschutz, indem sie wiederum einige Paragraphen des Gebäudeenergiegesetzes ändert. Der Klimschutz bleibt als leere Hülle für "irgendwann" auf dem Papier bestehen, dann ist diese Regierung längst weg. Auch eine angebliche "Überprüfung und Nachsteuerung" 2030 wird es nicht geben, weil diese Regierung dann ebenfalls nicht mehr im Amt ist - aber sie und jede andere Regierung außer den Grünen würde sowieso höchstens in die falsche Richtung "nachsteuern", nämlich den Klimaschutz auf das Jahr 2100 vertagen.

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Gast
13. Jan. 2025

Ja das ist doch volle absicht

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Gast
29. Dez. 2024

Hat man da nicht eine Partei vergessen ??🙄

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Gast 2
20. Feb. 2025
Antwort an

Es geht hier nicht um Lügenverbreitung, deshalb wird die FCK Partei nicht erwähnt.

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