top of page
  • Youtube
  • Black Instagram Icon
  • TikTok
  • Black Pinterest Icon
  • Schwarz LinkedIn Icon

Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen: So funktioniert das Kühlen mit der Wärmepumpe

  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Immer mehr Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Gerade in immer heißeren Sommern stellt sich deshalb vielen Hausbesitzern die Frage: Kann ich meine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen – oder brauche ich zusätzlich eine klassische Klimaanlage?


Die kurze Antwort lautet: Ja, du kannst eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen – allerdings hängt die Kühlleistung stark davon ab, welche Wärmepumpe verbaut ist.


Während eine Luft-Luft-Wärmepumpe nahezu wie eine klassische Klimaanlage arbeitet, sorgt eine Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe eher für eine angenehme Temperierung der Räume. Besonders interessant ist dabei die sogenannte passive Kühlung, die mit Erdwärme besonders energieeffizient funktioniert.


In diesem Beitrag erfährst du:

  • welche Wärmepumpen überhaupt kühlen können,

  • was aktive und passive Kühlung unterscheidet,

  • welche Kühlleistung realistisch ist,

  • und welche Lösung sich für dein Haus eignet.


Kann jede Wärmepumpe auch kühlen?

Nein.


Grundsätzlich können zwar viele moderne Wärmepumpen auch zum Kühlen genutzt werden, allerdings hängt dies vom Wärmepumpentyp und vom jeweiligen Hersteller ab.


Man unterscheidet dabei drei Varianten:

  • Luft-Luft-Wärmepumpe

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Sole-Wasser- bzw. Grundwasserwärmepumpe


Alle drei Systeme können grundsätzlich kühlen – allerdings auf unterschiedliche Weise.


Aktive oder passive Kühlung – was ist der Unterschied?

Der wichtigste Unterschied liegt darin, wie die Kälte erzeugt wird.


Aktive Kühlung

Bei der aktiven Kühlung arbeitet die Wärmepumpe ähnlich wie eine Klimaanlage.

Der Kältekreislauf wird umgekehrt, sodass dem Gebäude Wärme entzogen und nach außen abgegeben wird. Der Verdichter läuft dabei ganz normal weiter und benötigt Strom.


Vorteile:

  • deutlich höhere Kühlleistung

  • Räume lassen sich gezielt abkühlen

  • funktioniert auch an sehr heißen Sommertagen


Nachteile:

  • höherer Stromverbrauch

  • etwas lautere Betriebsgeräusche


Passive Kühlung

Passive Kühlung funktioniert nur bei Sole-Wasser- oder Grundwasserwärmepumpen.

Hier bleibt der Verdichter der Wärmepumpe ausgeschaltet. Stattdessen wird die natürliche Kühle des Erdreichs oder des Grundwassers genutzt. Lediglich die Umwälzpumpen fördern das kühle Wasser durch das Heizsystem.


Dadurch benötigt die Anlage nur sehr wenig Strom. Lediglich die Umwälzpumpen und die Regelung benötigen Strom.


Vorteile:

  • äußerst energieeffizient

  • sehr geringe Betriebskosten

  • nahezu geräuschlos


Nachteil:

Die Räume werden meist nur um etwa 2 bis 4 Grad Celsius abgesenkt. Deshalb spricht man häufig eher von einer Temperierung als von einer klassischen Klimatisierung.


Die drei Wärmepumpen-Arten im Kühlfunktions-Vergleich

Nicht jede Wärmepumpe kühlt auf die gleiche Weise. Je nach Wärmequelle und technischem Aufbau unterscheiden sich Kühlleistung, Energieverbrauch und Komfort teilweise deutlich.


Grundsätzlich kommen drei Wärmepumpen-Arten infrage: die Luft-Luft-Wärmepumpe, die Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie die Sole-Wasser- bzw. Grundwasserwärmepumpe.


Während alle drei Systeme aktiv kühlen können, bieten Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen zusätzlich die besonders energieeffiziente passive Kühlung. Im Folgenden zeigen wir die Unterschiede sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten.


1. Luft-Luft-Wärmepumpe als Klimaanlage

Die Luft-Luft-Wärmepumpe arbeitet technisch nahezu identisch mit einer modernen Split-Klimaanlage.


Sie entzieht der Raumluft Wärme und gibt diese über das Außengerät an die Außenluft ab. Dadurch erreicht sie die höchste Kühlleistung aller Wärmepumpenarten.


Vorteile

  • sehr gute Kühlleistung

  • schnelle Temperatursenkung

  • vergleichsweise geringe Anschaffungskosten

  • gleichzeitig Heizfunktion im Winter


Nachteile

  • ausschließlich aktive Kühlung

  • Luftströmung im Raum

  • regelmäßige Filterreinigung notwendig


Geeignet für:

  • Neubauten, insb. Fertighäuser in Holzbauweisen

  • einzelne Räume

  • Wohnungen

  • Häuser ohne wassergeführtes Heizsystem


2. Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlfunktion

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen erfolgt die Kühlung über das Heizsystem.

Besonders gut funktioniert dies mit Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen.

Normale Heizkörper eignen sich dagegen nur eingeschränkt, da ihre Kühlleistung vergleichsweise gering ist.


Die Kühlfunktion ist heute bei vielen Geräten verfügbar, muss jedoch je nach Hersteller freigeschaltet oder bereits bei der Planung als Ausstattungsoption berücksichtigt werden.


Vorteile

  • angenehme Kühlung ohne starke Zugluft

  • gleichmäßige Temperatur im gesamten Haus

  • bestehende Flächenheizung wird genutzt


Nachteile

  • geringere Kühlleistung als Split-Klimaanlagen

  • aktiver Stromverbrauch

  • nicht jedes Gerät unterstützt Kühlung


3. Sole-Wasser- und Grundwasserwärmepumpen zum Kühlen

Diese Wärmepumpen bieten den größten Komfort.


Sie können sowohl aktiv als auch passiv kühlen.


Vor allem die passive Kühlung ist einer der größten Vorteile einer Erdwärmepumpe.


Im Sommer wird die natürliche Kühle des Erdreichs oder Grundwassers genutzt, wodurch sich die Räume angenehm temperieren lassen.


Der Stromverbrauch beschränkt sich dabei weitgehend auf die Umwälzpumpen.


Vorteile

  • aktive und passive Kühlung möglich

  • äußerst geringe Betriebskosten bei passiver Kühlung

  • sehr angenehmes Raumklima

  • keine Außengeräusche während der passiven Kühlung


Nachteile

  • hohe Investitionskosten

  • Erdsonden oder Flächenkollektoren erforderlich


Welche Wärmepumpe kühlt am besten?

Stellst du dir die Frage welche die beste Wärmepumpe mit Kühlfunktion ist? Ganz pauschal lässt sich das nicht beantworten, es kommt darauf an, was dir wichtig ist.

Wärmepumpe

Aktive Kühlung

Passive Kühlung

Kühlleistung

Betriebskosten

Luft-Luft

Starke, schnelle Raumkühlung

Mittel

Luft-Wasser

Gleichmäßige Temperierung

über Flächenheizungen

Mittel

Sole-Wasser und Grundwasser

Besonders effiziente Temperierung, passive Kühlung mit sehr geringem Stromverbrauch

Mittel (aktiv), niedrig (passiv)

Braucht man dafür eine Fußbodenheizung?

Nicht unbedingt.


Bei Luft-Luft-Wärmepumpen erfolgt die Kühlung direkt über das Innengerät.


Bei Luft-Wasser- sowie Sole-Wasser-Wärmepumpen funktioniert die Kühlung dagegen am besten mit:

  • Fußbodenheizung

  • Wandheizung

  • Deckenheizung


Normale Heizkörper sind zum Kühlen nur eingeschränkt geeignet.


Wie hoch ist der Stromverbrauch beim Kühlen?

Pauschale Angaben zum Stromverbrauch sind nicht möglich, da dieser stark vom Wärmepumpentyp, der Gebäudedämmung und der gewünschten Raumtemperatur abhängt.


Während eine aktive Kühlung ähnlich viel Strom benötigt wie eine moderne Klimaanlage, verbraucht die passive Kühlung einer Erdwärmepumpe nur einen Bruchteil davon. Hier laufen lediglich die Umwälzpumpen und die Regelung, der energieintensive Verdichter bleibt ausgeschaltet.


Lohnt sich eine Photovoltaikanlage zum Kühlen mit der Wärmepumpe?

Ja, sogar sehr. Der größte Kühlbedarf entsteht an sonnigen und heißen Tagen – genau dann, wenn eine Photovoltaikanlage besonders viel Strom produziert.


Dadurch kann ein großer Teil des Stroms für die Kühlfunktion direkt vom eigenen Dach genutzt werden. Das senkt die Stromkosten, erhöht den Eigenverbrauch und verbessert gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.


Besonders in Kombination mit einem Batteriespeicher lässt sich der selbst erzeugte Solarstrom noch effizienter nutzen.


Fazit: Kühlen mit Wärmepumpe oder Klimaanlage?

Eine Wärmepumpe kann eine Klimaanlage durchaus ersetzen – allerdings nicht jede in gleichem Maße.


Wer eine möglichst starke Kühlleistung möchte, fährt mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe beziehungsweise einer modernen Split-Klimaanlage am besten.

Besitzt du bereits eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, lohnt sich die Kühlfunktion vor allem in Verbindung mit einer Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung. Die Räume werden angenehm temperiert, erreichen jedoch meist nicht die Kühlleistung einer klassischen Klimaanlage.


Den größten Komfort bieten Sole-Wasser- oder Grundwasserwärmepumpen. Ihre passive Kühlung arbeitet besonders energieeffizient und sorgt mit minimalem Stromverbrauch für ein angenehmes Raumklima – ein Vorteil, der gerade in Zeiten immer heißerer Sommer zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Kommentare


Neue Blog-Beiträge rund um ein nachhaltiges Zuhause erhalten

Vielen Dank! Du hast soeben eine Bestätigungs-Mail von no-reply@crm.wix.com erhalten - bitte bestätige Deine E-Mail-Adresse!

  • Youtube
  • Instagram
  • TikTok
  • Pinterest
  • Weiß LinkedIn Icon

© 2025 von nachhaltiges Zuhause. 

bottom of page