top of page
  • Youtube
  • Black Instagram Icon
  • TikTok
  • Black Pinterest Icon
  • Schwarz LinkedIn Icon

Wärmepumpe selber einbauen – ist das erlaubt & gibt es dafür KfW-Förderung?

Darfst du eine Wärmepumpe selbst einbauen und trotzdem Förderung erhalten? Erfahre, was erlaubt ist, welche Wärmepumpe sich eignet und worauf du achten musst.


Der Einbau einer Wärmepumpe gehört zu den größten Modernisierungsschritten, die viele Hausbesitzer aktuell angehen. Steigende Energiekosten, attraktive Förderungen und der Wunsch nach einer nachhaltigen Heizlösung führen dazu, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen.


Gleichzeitig überlegen viele, ob sie den Einbau – zumindest teilweise – selbst übernehmen können, um Kosten zu sparen oder unabhängiger von langen Wartezeiten der Fachbetriebe zu sein.


Dabei tauchen sofort zwei zentrale Fragen auf:

  1. Darf man eine Wärmepumpe überhaupt selbst einbauen?

  2. Und wenn ja – bleibt die Anlage dann trotzdem förderfähig?


Die kurze Antwort lautet: Ja, der Selbsteinbau ist grundsätzlich möglich. Aber: Es gibt klare technische, rechtliche und förderrechtliche Rahmenbedingungen, die unbedingt beachtet werden müssen.


Manche Arbeiten dürfen ausschließlich Fachbetriebe übernehmen, andere kann man problemlos selbst erledigen. Welche Wärmepumpentypen sich überhaupt für den Selbsteinbau eignen, welche Aufgaben zwingend Profis vorbehalten sind und wie man trotz Eigenleistung die Förderung erhält – das klären wir Schritt für Schritt in diesem Beitrag.


Darf man eine Wärmepumpe überhaupt selbst einbauen?

Die kurze Antwort lautet: Ja, grundsätzlich darf man eine Wärmepumpe selbst einbauen. Hausbesitzer dürfen an ihrem eigenen Gebäude viele Arbeiten in Eigenleistung ausführen. Dennoch gibt es wichtige Einschränkungen, die Einfluss auf Sicherheit, Betriebserlaubnis und Förderfähigkeit haben.


Grundsätzlich erlaubt – aber nicht alles

Der reine mechanische Einbau bestimmter Wärmepumpentypen (z. B. Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen) kann von einer Privatperson durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Aufstellen der Außeneinheit

  • Herstellung der Leitungswege

  • Montage von Halterungen oder Fundamenten

  • Vorbereitung des Heizkreises

Wärmepumpe selber einbauen erlaubt

Aber: Es gibt mehrere Bereiche, in denen Eigenarbeit gesetzlich oder fachlich ausgeschlossen ist.


Was man nicht selbst machen darf

Auch beim Selbsteinbau einer Wärmepumpe gibt es klare Grenzen. Bestimmte Arbeiten sind aus rechtlichen, sicherheitstechnischen oder förderrechtlichen Gründen ausschließlich Fachbetrieben vorbehalten und dürfen nicht in Eigenleistung durchgeführt werden.


a) Arbeiten am Kältekreislauf

Der wichtigste Punkt: Am Kältekreislauf dürfen nur Personen mit Fachkundenachweis nach der F-Gas-Verordnung arbeiten.


Das betrifft vor allem:

  • das Evakuieren und Befüllen des Kältemittels

  • das Verschrauben und Abdichten kältetechnischer Leitungen

  • die Inbetriebnahme bei Split-Geräten


Damit sind Split-Wärmepumpen für Heimwerker praktisch ausgeschlossen.


b) Elektrische Arbeiten

Auch bestimmte elektrische Arbeiten dürfen nur von Elektrofachkräften ausgeführt oder abgenommen werden – besonders:

  • der Anschluss der Wärmepumpe ans Stromnetz

  • der Einbau, der Umbau oder die Erweiterung des Zählerschranks

  • der Anschluss einer Stromzuleitung (meist 400 V)


Ein Elektriker muss diese Arbeiten fachgerecht durchführen, dokumentieren und freigeben.


Wichtige Rolle des Energieberaters

Der Energieberater ist beim DIY-Wärmepumpeneinbau nicht optional, sondern fördersystemrelevant, z.B. für die Anträge wie BzA und BnD.


Außerdem ist er sinnvoll für zentrale, planerische Aufgaben wie:

  • Bestandsaufnahme des Gebäudes

  • Heizlastberechnung

  • Auslegung von Heizkörpern oder Fußbodenheizung

  • Erstellung des hydraulischen Abgleichs

  • Planung des Hydraulikschema

  • Unterstützung bei der technischen Grobplanung


Ohne Energieberater (oder alternativ Fachunternehmer) gibt es keine Förderung, und die Planung wäre oft unvollständig oder fehleranfällig.


Welche Wärmepumpe eignet sich für den Selbsteinbau?

Nicht jede Wärmepumpe ist für den Selbsteinbau geeignet. Manche Systeme erfordern Genehmigungen, spezielle Maschinen oder Arbeiten, die ausschließlich Fachkräfte ausführen dürfen.


Wenn man möglichst viel selbst übernehmen möchte, bleibt am Ende nur ein Wärmepumpentyp wirklich praktikabel: die Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Monoblock-Variante.


Empfehlung: Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock)

Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock)

Die Monoblock-Wärmepumpe ist für Heimwerker ideal, weil:

  • der komplette Kältekreislauf im Gerät eingeschlossen ist

  • keine kältetechnischen Arbeiten an Leitungen oder Verbindungen anfallen

  • der Anschluss rein hydraulisch erfolgt (Vorlauf/Rücklauf)

  • die Außeneinheit vormontiert geliefert wird

  • keine zusätzlichen Fachzertifikate benötigt werden, um das Gerät mechanisch aufzubauen


Damit können viele Arbeitsschritte selbst übernommen werden – vom Fundament über die Leitungswege bis zur Montage der Wärmepumpe. Für elektrische Arbeiten und die Inbetriebnahme bleibt jedoch weiterhin ein Fachbetrieb notwendig.


Nicht so gut geeignet für den Selbsteinbau

So attraktiv Eigenleistung auch ist: Bei bestimmten Wärmepumpentypen ist der Selbsteinbau aufgrund von Technik, Genehmigungen oder Kältekreislaufarbeiten nicht sinnvoll.


a) Erdwärmepumpen (Sole/Wasser)

Diese Systeme erfordern:

  • Tiefenbohrungen oder Erdkollektoren

  • geologische Gutachten

  • Genehmigungen der Behörden

  • professionelle Verlegung des Solekreises


Daher sind sie für DIY-Projekte nahezu ungeeignet.


b) Grundwasser-Wärmepumpen (Wasser/Wasser)

Hier benötigt man:

  • zwei Brunnen (Saug- und Schluckbrunnen)

  • wasserrechtliche Genehmigungen

  • Fachwissen zur Pumpenhydraulik


Diese Option ist für Eigenleistung ebenfalls nicht realistisch.


c) Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen

Split-Geräte haben einen offenen Kältekreislauf, der bei der Installation:

  • evakuiert

  • geprüft

  • befüllt

  • und kältetechnisch abgedichtet

werden muss – und das darf nur eine Person mit Kälteschein.


Damit scheiden Split-Wärmepumpen für DIY-Einbau praktisch aus.


Wie sieht die sinnvolle Arbeitsteilung mit Fachbetrieben aus?

Damit der Selbsteinbau einer Wärmepumpe sowohl sicher, förderfähig als auch technisch zuverlässig gelingt, ist eine klare Aufgabenverteilung entscheidend.


Manche Schritte können ambitionierte Heimwerker problemlos selbst übernehmen – andere dürfen oder sollten zwingend von Fachleuten durchgeführt werden. Die richtige Kombination spart Kosten, ohne Risiken einzugehen.

 

Aufgaben, die von Fachbetrieben übernommen werden müssen

Auch wenn du viele Arbeiten selbst übernehmen kannst, gibt es bestimmte Aufgaben, die aus rechtlichen, sicherheitstechnischen und förderrechtlichen Gründen zwingend von Fachbetrieben ausgeführt und bestätigt werden müssen.


1) vom Energieberater

Der Energieberater ist ein zentraler Bestandteil des Projekts – vor allem wegen der Förderung. Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Bestandsaufnahme des Gebäudes

  • Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

  • Auslegung der neuen Heizflächen (Heizkörper oder Fußbodenheizung)

  • Erstellung des hydraulischen Abgleichs

  • Unterstützung bei der hydraulischen Systemplanung

  • Hilfe bei der Grobplanung der gesamten Anlage

  • Durchführung des BAFA- bzw. KfW-Förderantrags


Ohne Energieberater (oder alternativ Fachbetrieb): keine Förderung und deutlich erhöhtes Planungsrisiko.


2) vom Elektriker

Ein Elektrofachbetrieb ist unverzichtbar für:

  • den Umbau oder die Erweiterung des Zählerschranks

  • die Absicherung und Erstellung eines separaten Stromkreises

  • den Anschluss der Wärmepumpe (meist 400 V)

  • die Installation einer externen Steuerung / Smart Metering


Diese Arbeiten sind sicherheitsrelevant – Eigenleistung ist hier ausgeschlossen.


3) vom Heizungsbauer / SHK-Fachbetrieb

Auch wenn du vieles selbst machen kannst, übernimmt der Fachbetrieb mindestens:

  • Prüfung der Installation

  • Abnahme des Systems

  • Inbetriebnahme der Wärmepumpe

  • Arbeiten am Kältekreislauf (falls benötigt)

  • Ausstellung der Fachunternehmererklärung (für Förderung zwingend)


Damit ist sichergestellt, dass alle sicherheits- und förderrelevanten Schritte korrekt dokumentiert sind.


Diese Arbeiten kann man selbst übernehmen

Hier liegt das größte Einsparpotenzial. Viele Schritte rund um Vorbereitung, Logistik und Montage können gut selbst erledigt werden:

  • Auswahl und Bestellung der Wärmepumpe und aller Komponenten

  • Preisvergleich von Lieferanten und Zubehörteilen

  • Planung des Ablaufs und Koordination der Gewerke

  • Vorbereitung des Aufstellorts (Fundament, Wanddurchführung, Leitungswege)

  • Montage der Außeneinheit (Monoblock) und der wesentlichen Komponenten

  • Verlegen von Heizungsleitungen, sofern keine Fachkompetenz vorausgesetzt wird

  • Entsorgung der alten Heizungsanlage (ohne Kältemittel)

  • Dokumentation der Arbeiten für spätere Nachweise


Alles, was nicht in den Bereich Kältetechnik oder Elektrik fällt, kann – mit entsprechender handwerklicher Fähigkeit – eigenständig ausgeführt werden.

 

Warum diese Arbeitsteilung ideal ist

Die Kombination aus Eigenleistung und gezielter Fachunterstützung vereint das Beste aus beiden Welten. Du kannst dort selbst anpacken, wo Zeitaufwand und Kosten hoch sind, während sicherheits- und förderrelevante Aufgaben professionell abgesichert bleiben.

Diese Arbeitsteilung ist ideal, weil sie:

  • Kosten deutlich reduziert: Vorbereitende Arbeiten, Montage und Materialbeschaffung verursachen bei Fachbetrieben hohe Arbeitskosten. Durch Eigenleistung lassen sich hier mehrere tausend Euro sparen.

  • Förderfähigkeit sicherstellt: Energieberater, Elektriker und SHK-Fachbetrieb übernehmen genau die Schritte, die für BzA, BnD und die Fachunternehmererklärung erforderlich sind.

  • Rechtliche und technische Sicherheit bietet: Kältekreislauf, Elektrik und Abnahme bleiben in professionellen Händen – das minimiert Risiken und Haftungsfragen.

  • Planung und Kontrolle verbessert: Wer selbst plant, bestellt und koordiniert, behält den Überblick über Technik, Kosten und Zeitplan.

  • Langfristig zu effizienteren Anlagen führt: Eine sauber geplante und richtig eingestellte Wärmepumpe arbeitet effizienter, leiser und zuverlässiger – mit geringeren Betriebskosten.


Kurz gesagt: Du sparst Geld, ohne auf Sicherheit, Qualität oder Förderung zu verzichten. Genau deshalb ist diese Arbeitsteilung der praktikabelste Weg für den Selbsteinbau einer Wärmepumpe.


Gibt es eine Förderung beim Wärmepumpe selber einbauen?

Die entscheidende Frage für viele Heimwerker lautet: Kann eine Wärmepumpe förderfähig sein, wenn Teile der Installation in Eigenleistung erfolgen?


Ja — eine Förderung ist möglich, aber nur unter der Voraussetzung, dass alle förderrelevanten Schritte von Fachleuten durchgeführt und bestätigt werden.


Eigenleistung ist also erlaubt, aber sie darf nicht die fachlichen und dokumentationspflichtigen Aufgaben ersetzen, die für die Förderung vorgeschrieben sind.


➡️Damit du die Heizungsförderung der KfW erhältst, musst du den Förderprozess in einer festgelegten Reihenfolge durchlaufen. Die KfW beschreibt den korrekten Ablauf in 6 Schritten, die zwingend einzuhalten sind - mehr dazu in unserem Blogbeitrag Förderung für Wärmepumpe beantragen.


Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.


Fazit: Förderung beim Selbst-Einbau – ja, aber mit klaren Regeln

Ja — auch bei einem Selbsteinbau ist eine Förderung möglich.


Eigenleistung selbst wird zwar nicht gefördert, aber sie schadet der Förderung nicht, solange:

  • BzA vor Antragstellung erstellt wurde

  • ein korrekter Liefer-/Leistungsvertrag vorliegt

  • alle Fachschritte (Elektrik, Inbetriebnahme, hydraulischer Abgleich etc.) durch Fachbetriebe erfolgen

  • BnD nach Fertigstellung erstellt wird

  • alle Rechnungen, Zahlungsbelege und Zusatzdokumente fristgerecht eingereicht werden


➡️Mehr zu den benötigten Dokumenten erfährst du in unserem Blogbeitrag Förderung für Wärmepumpe beantragen.


Wer diese Vorgaben beachtet, kann trotz umfangreicher Eigenleistung eine volle Förderung erhalten und gleichzeitig Kosten sparen.


Erfahrungsbericht: Ein DIY-Einbauer berichtet

Wenn du wissen möchtest, wie ein kompletter Wärmepumpen-Selbsteinbau in der Praxis aussehen kann, lohnt sich ein Blick auf Sebastians Projekt. Er hat eine Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Brauchwasser-WP sowie neue Heizkörper weitgehend selbst installiert – und die fachlichen Schritte wie Elektrik, Inbetriebnahme und Förderdokumentation den Profis überlassen.


Dabei zeigt er sehr anschaulich:

  • welche Arbeitsschritte du gut selbst übernehmen kannst

  • wie die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben sinnvoll funktioniert

  • und wie groß der Kosten-Unterschied zwischen DIY und Komplettvergabe sein kann



Fazit: Wärmepumpe selber einbauen ist erlaubt und förderfähig

Der Selbsteinbau einer Wärmepumpe ist möglich – aber nur innerhalb klarer technischer und rechtlicher Grenzen. Wer eine Wärmepumpe in Eigenleistung installieren möchte, sollte vor allem eines verstehen: Es geht nicht darum, alles selbst zu machen, sondern die richtigen Aufgaben selbst zu übernehmen und die entscheidenden Schritte den Fachleuten zu überlassen.


Mit einer Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe steht ein Gerätetyp zur Verfügung, der sich sehr gut für private Installationsarbeiten eignet, da keine Eingriffe in den Kältekreislauf notwendig sind. Gleichzeitig bleiben wichtige Fachaufgaben wie der elektrische Anschluss, der hydraulische Abgleich, die Inbetriebnahme und die technischen Bestätigungen für die Förderung zwingend in der Verantwortung zertifizierter Experten.


Die KfW-Förderung ist auch bei umfangreicher Eigenleistung weiterhin möglich – sofern:

  • eine BzA vor Antragstellung vorliegt,

  • ein korrekter Liefer- oder Leistungsvertrag besteht,

  • alle förderrelevanten Fachschritte dokumentiert werden,

  • eine BnD nach Abschluss erstellt wird,

  • alle Rechnungen und Zahlungsbelege fristgerecht eingereicht werden.


Damit zeigt sich: Der Selbsteinbau kann Kosten sparen, ohne auf Förderung zu verzichten – sofern man sich an die Rahmenbedingungen hält. Wer handwerklich geschickt ist und sich gut vorbereitet, kann einen erheblichen Teil der Arbeiten selbst übernehmen und dennoch eine professionelle, förderfähige und langlebige Heizlösung erhalten.


Der wichtigste Erfolgsfaktor ist dabei eine klare und faire Arbeitsteilung zwischen Heimwerker und Fachbetrieben. So bleibt die Qualität hoch, die Förderung gesichert und die Wärmepumpe langfristig zuverlässig.



Kommentare


Neue Blog-Beiträge rund um ein nachhaltiges Zuhause erhalten

Vielen Dank! Du hast soeben eine Bestätigungs-Mail von no-reply@crm.wix.com erhalten - bitte bestätige Deine E-Mail-Adresse!

  • Youtube
  • Instagram
  • TikTok
  • Pinterest
  • Weiß LinkedIn Icon

© 2025 von nachhaltiges Zuhause. 

bottom of page