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Welches Auto kann bidirektionales Laden (V2H/V2G)?

  • vor 14 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

VW, BMW, Mercedes oder Tesla: Welche E-Autos unterstützen bidirektionales Laden? Aktuelle Liste zu V2H und V2G mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick.


Welches Auto kann bidirektionales Laden (V2H/V2G)?

Immer mehr E-Autokäufer fragen sich nicht nur wie weit ein Auto fährt, sondern auch: Kann ich es als Stromspeicher für mein Zuhause nutzen?


Bidirektionales Laden – insbesondere Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) – ist dabei das entscheidende Stichwort. Doch nicht jedes Elektroauto unterstützt diese Funktion, und oft hängt sie von Software, Batteriegröße und dem richtigen Gesamtsystem ab.


Dieser Überblick zeigt dir, welche Autos bidirektionales Laden unterstützen.


Übersicht: Diese E-Autos unterstützen bidirektionales Laden (V2H / V2G)

Suchst du nach einer Liste mit allen Autos, die bidirektionales Laden unterstützen? Wir stellen dir - ohne Gewähr auf Vollständigkeit - diese Übersicht zur Verfügung:

Hersteller

Modell

V2H

V2G

Wichtige Voraussetzungen

VW

ID.3 / ID.4 / ID.5 / ID.7 / ID.Buzz

vorbereitet

E3/DC-Wallbox, 77 kWh Batterie, ID Software 3.5

Škoda

Enyaq / Elroq

vorbereitet

77 kWh Batterie, Software 3.5

Cupra

Born / Tavascan

vorbereitet

77 kWh Batterie, Software 3.5

Ford

Explorer / Capri

kompatible Wallbox

BMW

iX3 (neu)

vorbereitet / perspektivisch

BMW-Wallbox, E.ON-Modell

Renault

5 E-Tech

Fokus auf V2G, The Mobility-House-Modell

Nissan

Leaf

vorbereitet

CHAdeMO-Standard

Mitsubishi

Outlander

vorbereitet

CHAdeMO

Volvo

EX90

angekündigt / Rollout abhängig vom Markt

angekündigt / Rollout abhängig vom Markt

Systemfreigabe offen

Polestar

3

angekündigt / Rollout abhängig vom Markt

angekündigt / Rollout abhängig vom Markt

Systemfreigabe offen

Mercedes

GLC, CLA (folgt)

perspektivisch

MB.CHARGE Home, The Mobility-House-Modell

Tesla

aktuell keine Unterstützung


Bidirektionales Laden bei VW

Volkswagen ist aktuell der wichtigste Anbieter für V2H-bidirektionales Laden in Deutschland.


Diese VW-Modelle unterstützen V2H:

  • VW ID.3

  • VW ID.4

  • VW ID.5

  • VW ID.7 / ID.7 Tourer

  • VW ID.Buzz


Wichtig:

  • Bei Bestandsfahrzeugen mindestens ID Software 3.5 und 77-kWh-Batterie erforderlich. Neufahrzeuge unterstützen die Funktion mit aktueller Softwaregeneration.

  • Nutzung nur in freigegebenen Systemlösungen (z. B. bestimmte Wallboxen)


➡️ V2H ist real nutzbar, V2G derzeit noch vorbereitet.


Bidirektionales Laden bei BMW

BMW setzt aktuell vor allem auf Vehicle-to-Grid (V2G). Ab 2026 starten BMW Group und E.ON mit dem neuen BMW iX3 das erste kommerzielle V2G-Angebot für Privatkunden in Deutschland.


Dabei wird das Fahrzeug über eine BMW Wallbox Professional intelligent geladen und entladen und aktiv in den Strommarkt eingebunden. Kundinnen und Kunden, die ihr Auto regelmäßig angeschlossen lassen, erhalten einen Bonus von bis zu 720 Euro pro Jahr, was rechnerisch rund 12.000 bis 14.000 kostenlose Kilometer ermöglicht. Laut BMW soll das System batterieschonend arbeiten und die Lebensdauer nicht beeinträchtigen.


➡️ Der Fokus liegt klar auf Netzdienstleistungen, weniger auf der direkten Hausversorgung (V2H). Perspektivisch soll das Konzept auf weitere BMW-Modelle ausgeweitet werden.


Bidirektionales Laden bei Škoda

Škoda profitiert direkt von der VW-Technik.


Diese Modelle unterstützen V2H:

  • Škoda Enyaq

  • Škoda Elroq


Voraussetzungen:

  • 77-kWh-Batterie

  • Software 3.5


➡️ Technisch nahezu identisch zu VW, oft interessant für Preis-Leistungs-Vergleiche.


Unterstützt Tesla bidirektionales Laden?

Kurzfassung: Nein.


Für Europa bietet Tesla aktuell keine nutzbare V2H- oder V2G-Lösung an.


➡️ Für die Nutzung als Hausspeicher ist Tesla derzeit keine Option.


Renault & bidirektionales Laden

Der Renault 5 E-Tech verfolgt einen anderen Ansatz:

  • Fokus auf V2G

  • Aktuell liegt der Fokus von Renault auf V2G-Anwendungen. Die praktische Nutzung für V2H hängt vom jeweiligen Markt und Energiesystem ab.

  • ausgelegt für netzdienliche Anwendungen


➡️ Spannend für zukünftige Strommarktmodelle, weniger für heutige Eigenheime.


Bidirektionales Laden bei Mercedes-Benz

Mercedes-Benz steigt ab 2026 wie BMW in das bidirektionale Laden ein, Fokus auf V2G. Den Auftakt bildet der neue vollelektrische GLC, weitere Modelle – darunter die neue CLA-Baureihe – sollen schrittweise folgen.


Mit MB.CHARGE Home bringt Mercedes ein integriertes Ökosystem aus Fahrzeug, bidirektionaler Wallbox, Ökostromtarif und Energiemarktzugang auf den Markt. Die Wallbox sowie die Anbindung an den Energiemarkt erfolgen über The Mobility House. Neben intelligentem, kostenoptimiertem Laden ermöglicht die Pro-Variante auch bidirektionale Funktionen: Energie kann bei hohen Strompreisen vergütet ins öffentliche Netz zurückgespeist werden.


Perspektivisch ist auch die Versorgung des eigenen Haushalts (V2H) vorgesehen, etwa als Teil eines Back-up-Power-Systems.


➡️ Kurz gesagt: Mercedes setzt ab 2026 auf ein V2G-Gesamtsystem aus einer Hand.


Fazit: Welche Marke ist aktuell die beste Wahl für V2H?

Wenn du heute oder kurzfristig bidirektionales Laden fürs eigene Zuhause nutzen möchtest, sind:

  • VW, Škoda und Cupra

  • sowie Ford Explorer / Capri

die realistischsten Optionen.


BMW, Mercedes, Renault und andere Hersteller setzen stärker auf V2G-Zukunftsmodelle, während Tesla aktuell außen vor ist.


👉 Wichtig: Bidirektionales Laden funktioniert nur im Gesamtsystem aus Fahrzeug, Software, Wallbox und Netzfreigabe. „Vorbereitet“ heißt nicht automatisch nutzbar.

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