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Welche Energieeffizienzklasse sollte eine Kühl-Gefrierkombination haben?

vor 13 Stunden
10 Min. Lesezeit

Suchst du nach einer Kühl-Gefrierkombination, die energiesparend und günstig in der Anschaffung ist? Und fragst du dich, welche Energieeffizienzklasse bei einer Kühl-Gefrierkombination die Beste ist?


Wer heute eine neue Kühl-Gefrierkombination kauft, sollte sich nicht allein am Buchstaben auf dem Energielabel orientieren. Für viele Haushalte sind die Klassen A bis C sinnvoll. Entscheidend sind aber der konkrete Jahresverbrauch in Kilowattstunden, der Nutzinhalt, die Ausstattung und der Kaufpreis.


Unser aktueller Vergleich mit jeweils ähnlichen Modellen von Samsung, Bosch und Siemens zeigt: Klasse A kann sich inzwischen auch finanziell lohnen. In allen drei Preisaufnahmen verursacht das A-Modell über 15 Jahre die niedrigsten Gesamtkosten. Das ist jedoch keine allgemeingültige Rangfolge: Rabattaktionen und die Verfügbarkeit einzelner Varianten können den Kaufpreis stärker verändern als die Energieklasse.


Das Wichtigste in Kürze

  • Ökologisch ist Klasse A die beste Wahl, sofern du ohnehin ein neues Gerät brauchst.

  • In unseren drei aktuellen Herstellervergleichen ist A jeweils die wirtschaftlichste Wahl. Der konkrete Preis bleibt trotzdem entscheidend.

  • Vergleiche nicht nur die Energieklasse, sondern vor allem den auf dem Label angegebenen Jahresverbrauch in kWh.

  • Stelle nur Geräte mit ähnlicher Größe und Bauart gegenüber. Ein kleineres C-Gerät kann weniger Strom benötigen als ein sehr großes B-Gerät.

  • Ein funktionierendes Altgerät sollte nicht vorschnell ersetzt werden. Nach Angaben des Umweltbundesamts lohnt sich der Austausch einer Kühl-Gefrierkombination aus Klimasicht ungefähr ab 340 kWh Jahresverbrauch, rein finanziell erst ab etwa 560 kWh pro Jahr.


Welche Energieeffizienzklassen gibt es bei Kühl-Gefrierkombinationen?

Seit März 2021 gilt für Kühl- und Gefriergeräte das neu skalierte EU-Energielabel mit den Klassen A bis G. A kennzeichnet die effizientesten, G die ineffizientesten Geräte. Die früheren Bezeichnungen A+, A++ und A+++ werden bei neuen Geräten nicht mehr verwendet. Alte und neue Klassen lassen sich nicht zuverlässig eins zu eins umrechnen.


Das Energielabel enthält:

  • die Energieeffizienzklasse von A bis G,

  • den berechneten Stromverbrauch in kWh pro Jahr,

  • das Volumen des Kühlbereichs,

  • das Volumen des Gefrierbereichs,

  • den Geräuschpegel in dB(A) und die Geräuschemissionsklasse,

  • einen QR-Code zur europäischen Produktdatenbank EPREL.


Über den QR-Code kannst du das offizielle Produktdatenblatt des konkreten Modells aufrufen. Das ist besonders hilfreich, wenn Angaben in einem Onlineshop fehlen oder widersprüchlich sind. Weitere Erläuterungen zum Label findest du bei der Verbraucherzentrale und beim Bundesumweltministerium.


Welche Energieklasse ist bei einer Kühl-Gefrierkombination sinnvoll?

Für einen Neukauf würden wir aktuell hauptsächlich Geräte der Klassen A bis C prüfen. Ein D-Gerät kann sinnvoll sein, wenn es erheblich günstiger ist und sein absoluter Stromverbrauch noch vergleichsweise niedrig bleibt. Bei E bis G muss der Kaufpreis schon sehr niedrig oder das Einsatzszenario besonders sein, damit der Mehrverbrauch langfristig nicht zum Nachteil wird.

Energieklasse

Einordnung beim Neukauf

A

niedrigster Verbrauch; besonders interessant bei fairem Kaufpreis und langer Nutzung

B

sehr effizient, aber aktuell nicht automatisch günstiger als A

C

häufig gute Auswahl und solides Verhältnis aus Kaufpreis und Verbrauch

D

kann sich bei deutlich niedrigerem Preis rechnen; Verbrauch genau vergleichen

E bis G

für ein regelmäßig genutztes Neugerät meist nur bei besonderen Gründen sinnvoll

Wichtig: Die Klasse beschreibt die Effizienz relativ zur Geräteart und Größe. Für deine Stromrechnung zählt der tatsächliche Jahresverbrauch. Das Umweltbundesamt weist außerdem darauf hin, dass bei aktuellen Modellen selbst größere Geräte teilweise ähnlich viel oder weniger verbrauchen können als kleinere Modelle. Deshalb ist die kWh-Angabe aussagekräftiger als eine pauschale Literregel.


Aktuelle Kühl-Gefrierkombinationen im Vergleich

Um nicht aus zufälligen Preisunterschieden zwischen Marken die falschen Schlüsse zu ziehen, vergleichen wir die Energieklassen innerhalb von drei Herstellern. Pro Reihe sind Bauart, Abmessungen, Nutzinhalt und Ausstattung so ähnlich wie derzeit möglich. Vollkommen identisch sind die Geräte dennoch nicht.

  • Samsung: etwa 203 cm hoch und 387 bis 390 Liter groß

  • Bosch: 186 cm hoch und rund 321 Liter groß

  • Siemens: etwa 203 cm hoch und 363 bis 368 Liter groß


Alle Geräte sind freistehende Kühl-Gefrierkombinationen mit Gefrierteil unten. Die ausgewählten Bosch-Modelle besitzen NoFrost und VitaFresh, die Siemens-Modelle NoFrost und hyperFresh. Auch die Samsung-Modelle sind hinsichtlich Größe und Grundausstattung eng verwandt.


Preisstand: 10. September 2026. Preise sind Momentaufnahmen und können sich kurzfristig ändern.


Vergleich 1: Samsung

Klasse

Modell

Nutzinhalt

Verbrauch/Jahr

Geräusch

Angebotspreis*

A

387 l

108 kWh

35 dB(A)

969,00 €

B

387 l

134 kWh

35 dB(A)

999,00 €

C

390 l

169 kWh

35 dB(A)

749,00 €

D

390 l

211 kWh

35 dB(A)

539,00 €


Vergleich 2: Bosch

Klasse

Modell

Nutzinhalt

Verbrauch/Jahr

Geräusch

Angebotspreis*

A

321 l

111 kWh

30 dB(A)

868,90 €

B

321 l

127 kWh

35 dB(A)

864,89 €

C

321 l

159 kWh

35 dB(A)

1.499,00 €¹

D

321 l

199 kWh

35 dB(A)

779,00 €

¹ Beim Bosch-C-Modell war nur ein einziges Angebot verfügbar. Der Preis ist deshalb wahrscheinlich ein Verfügbarkeitsausreißer und kein repräsentativer Marktpreis für die gesamte Energieklasse C. Gerade dieses Beispiel zeigt, warum der Buchstabe allein keine Kaufentscheidung tragen sollte.


Vergleich 3: Siemens

Klasse

Modell

Nutzinhalt

Verbrauch/Jahr

Geräusch

Angebotspreis*

A

363 l

112 kWh

29 dB(A)

988,90 €

B

363 l

129 kWh

33 dB(A)

1.021,99 €

C

363 l

162 kWh

35 dB(A)

991,00 €

D

368 l

191 kWh

36 dB(A)

983,38 €

Das Siemens-D-Modell ist etwas älter und verteilt sein Volumen anders auf Kühl- und Gefrierteil. Es ist daher nicht ganz so eng vergleichbar wie A, B und C, liegt mit 203 cm Höhe, 60 cm Breite und 368 Litern aber in derselben Größenklasse.


* Verwendet wird der günstigste von uns gefundene Angebotspreis beziehungsweise Gesamtpreis. Beim Samsung-A-Modell haben wir den aktuellen Amazon-Preis von 969 Euro angesetzt. Versand, Aufstellservice und Altgerätemitnahme können je nach Angebot zusätzlich kosten. Prüfe deshalb vor dem Kauf immer den Endpreis und den konkreten Lieferumfang.


Der Vergleich ist kein Produkttest. Er macht sichtbar, wie Energieverbrauch, Modellverfügbarkeit und Tagespreise die Wirtschaftlichkeit beeinflussen. Prüfe zusätzlich unabhängige Tests, Garantiebedingungen, Reparaturmöglichkeiten und die genaue Ausstattung.


Stromkosten und Gesamtkosten über 15 Jahre

Wir rechnen mit einem konstanten Strompreis von 35 Cent pro kWh und einer Nutzungsdauer von 15 Jahren. Die Verbraucherzentrale verwendet 35 Cent pro kWh ebenfalls als nachvollziehbaren Beispielwert. Die Rechnung ist keine Strompreisprognose.


Jahresverbrauch in kWh × 0,35 Euro × 15 Jahre + Kaufpreis = Gesamtkosten

Reparaturen, Preissteigerungen, Finanzierungskosten und Abweichungen des tatsächlichen Verbrauchs sind nicht berücksichtigt.


Gesamtkosten Samsung-Modell

Klasse

Stromkosten/Jahr

Stromkosten 15 Jahre

Kaufpreis + Strom

A

37,80 €

567,00 €

1.536,00 €

B

46,90 €

703,50 €

1.702,50 €

C

59,15 €

887,25 €

1.636,25 €

D

73,85 €

1.107,75 €

1.646,75 €

Das Samsung-A-Modell ist trotz seines höheren Kaufpreises über 15 Jahre am günstigsten. Gegenüber C beträgt sein Kostenvorteil rund 100 Euro, gegenüber D rund 111 Euro. Der Aufpreis von A gegenüber C ist nach etwa 10,3 Jahren, gegenüber D nach rund 11,9 Jahren durch die Stromersparnis ausgeglichen.


Gesamtkosten Bosch-Modell

Klasse

Stromkosten/Jahr

Stromkosten 15 Jahre

Kaufpreis + Strom

A

38,85 €

582,75 €

1.451,65 €

B

44,45 €

666,75 €

1.531,64 €

C

55,65 €

834,75 €

2.333,75 €¹

D

69,65 €

1.044,75 €

1.823,75 €

Bei Bosch kostet das A-Modell nur rund vier Euro mehr als B. Dieser geringe Aufpreis ist durch den niedrigeren Verbrauch nach weniger als einem Jahr ausgeglichen. Gegenüber C und D war A zum Recherchezeitpunkt sogar schon beim Kauf günstiger. Der auffällig hohe C-Gesamtpreis ist allerdings vor allem eine Folge des einzelnen verbliebenen Angebots und sollte nicht auf andere Bosch-C-Modelle oder die Klasse C insgesamt übertragen werden.


Gesamtkosten Siemens-Modell

Klasse

Stromkosten/Jahr

Stromkosten 15 Jahre

Kaufpreis + Strom

A

39,20 €

588,00 €

1.576,90 €

B

45,15 €

677,25 €

1.699,24 €

C

56,70 €

850,50 €

1.841,50 €

D

66,85 €

1.002,75 €

1.986,13 €

Auch bei Siemens ist A in dieser Preisaufnahme eindeutig vorne. Das A-Modell war bereits in der Anschaffung günstiger als B, C und D und verursacht zugleich die niedrigsten Stromkosten.


Ergebnis aus allen drei Herstellervergleichen

Hersteller

Niedrigste Gesamtkosten

Zweitgünstigste Klasse

Vorsprung nach 15 Jahren

Samsung

A: 1.536,00 €

C: 1.636,25 €

100,25 €

Bosch

A: 1.451,65 €

B: 1.531,64 €

79,99 €

Siemens

A: 1.576,90 €

B: 1.699,24 €

122,34 €

In allen drei Reihen gewinnt Klasse A. Das Ergebnis ist aussagekräftiger als ein einzelner Markenvergleich, aber weiterhin eine Momentaufnahme. Die Gesamtkosten der Hersteller solltest du nicht direkt gegeneinander ausspielen: Das Bosch-Gerät ist beispielsweise deutlich kleiner als die Samsung-Modelle.


Ab welchem Preis lohnt sich Energieklasse A?

Beim Samsung-Vergleich darf das A-Gerät unter unseren Annahmen bis zu rund 1.069 Euro kosten, um nach 15 Jahren mit dem C-Modell gleichzuziehen. Gegenüber D liegt die Schwelle bei rund 1.080 Euro. Mit dem gefundenen Preis von 969 Euro bleibt A somit rund 100 beziehungsweise 111 Euro unter den Gesamtkosten dieser beiden Alternativen.


Bei Bosch liegt die A-Preisschwelle gegenüber B bei rund 949 Euro. Bei Siemens wäre A gegenüber B selbst bis zu einem Preis von rund 1.111 Euro wirtschaftlich gleichauf. Die aktuellen A-Angebote liegen darunter.


Solche Schwellen sind hilfreicher als eine pauschale Empfehlung. Bei einem höheren Strompreis rechnet sich der Mehrpreis eines effizienten Geräts schneller. Bei eigenem Solarstrom ist die Rechnung komplexer: Der Kühlschrank läuft auch nachts und im Winter. Für selbst verbrauchten Solarstrom solltest du mindestens die entgangene Einspeisevergütung beziehungsweise deine tatsächlichen Opportunitätskosten ansetzen.


Energieklasse A, B oder C: Was ist die beste Wahl?

Energieklasse A

Klasse A ist sinnvoll, wenn du das Gerät voraussichtlich lange nutzt und der Aufpreis gegenüber einem vergleichbaren B-, C- oder D-Modell nicht zu hoch ist. In allen drei aktuellen Herstellervergleichen ist A über 15 Jahre die wirtschaftlichste Variante. Zusätzlich sinken Stromverbrauch und betriebsbedingte Umweltbelastung.

Energieklasse B

Klasse B kann ein sehr guter Kompromiss sein, wenn ein passendes Modell deutlich günstiger als A angeboten wird. Du solltest aber nicht automatisch davon ausgehen, dass B preiswerter ist. Bei Samsung und Siemens war das B-Modell zum Recherchezeitpunkt sogar teurer als A; bei Bosch betrug der Abstand nur rund vier Euro.

Energieklasse C

Klasse C bietet häufig eine größere Auswahl und niedrigere Kaufpreise. Sie ist interessant, wenn ein vergleichbares A-Gerät einen hohen Aufpreis hat oder du das Gerät nicht über viele Jahre nutzen wirst. Beim Samsung-Vergleich ist C die zweitbeste Wahl. Der Bosch-Vergleich zeigt zugleich, dass knappe Verfügbarkeit den Preis eines einzelnen C-Modells stark nach oben treiben kann. Achte deshalb immer auf den konkreten Jahresverbrauch und den aktuellen Marktpreis.

Energieklasse D

Ein günstiges D-Gerät kann finanziell vernünftig sein, wenn dein Budget begrenzt ist. Beim Samsung-Modell sparst du gegenüber A beim Kauf 430 Euro, gibst bei 35 Cent pro kWh aber jährlich rund 36 Euro mehr für Strom aus. Bei langer Nutzung und steigenden Strompreisen wird A daher attraktiver.


Nicht nur auf die Energieklasse achten

Die beste Kühl-Gefrierkombination ist nicht zwangsläufig das Gerät mit dem besten Buchstaben. Prüfe zusätzlich folgende Punkte:

  • Passende Größe: Kaufe nicht mehr Kühl- und Gefriervolumen, als du tatsächlich brauchst.

  • Jahresverbrauch: Nutze die kWh-Angabe für deine persönliche Kostenrechnung.

  • No Frost oder Low Frost: No Frost ist komfortabel, kann aber Anschaffung und Verbrauch beeinflussen. Low Frost reduziert die Eisbildung, macht gelegentliches Abtauen aber nicht immer überflüssig.

  • Geräusch: Für offene Wohnküchen sind besonders leise Geräte relevant. Die Verbraucherzentrale bezeichnet weniger als 38 dB(A) als besonders leise.

  • Klimaklasse und Aufstellort: Das Gerät muss für die Temperaturen am vorgesehenen Standort geeignet sein. Das ist vor allem in Keller, Garage oder sehr warmer Küche wichtig.

  • Türanschlag und Maße: Prüfe nicht nur Höhe und Breite, sondern auch Tiefe, Wandabstand und den Platz zum vollständigen Öffnen der Tür.

  • Reparatur und Ersatzteile: Eine lange Garantie auf den Kompressor ist hilfreich, deckt aber häufig nicht automatisch Arbeitszeit, Anfahrt oder andere Bauteile ab.

  • Unabhängige Tests: Kühlleistung, Temperaturstabilität und Handhabung lassen sich aus dem Energielabel nicht ablesen.


Lohnt es sich, eine alte Kühl-Gefrierkombination auszutauschen?

Ein sparsames Neugerät verbraucht weniger Strom. Trotzdem ist es ökologisch nicht automatisch sinnvoll, ein funktionierendes Gerät frühzeitig zu ersetzen, denn auch Herstellung und Transport benötigen Energie und Rohstoffe.


Das Umweltbundesamt nennt für Kühl-Gefrierkombinationen folgende Orientierungswerte:

  • Ein Austausch eines funktionierenden Geräts gegen Klasse A lohnt sich aus Klimasicht ungefähr ab 340 kWh pro Jahr.

  • Für die Haushaltskasse liegt die Schwelle bei ungefähr 560 kWh pro Jahr.

  • Bei einer ohnehin notwendigen Reparatur liegen die genannten Schwellen mit rund 320 kWh ökologisch und 450 kWh wirtschaftlich etwas niedriger.

Diese Werte sind Orientierungen und keine Garantie für den Einzelfall. Miss den Verbrauch deines Altgeräts am besten mindestens sieben Tage mit einem Energiekostenmessgerät und rechne ihn auf ein Jahr hoch. Bei ungewöhnlich warmen oder kalten Messwochen solltest du das Ergebnis vorsichtig einordnen.


Fazit: Welche Energieeffizienzklasse ist die beste?

Wenn du ohnehin eine neue Kühl-Gefrierkombination brauchst, solltest du Modelle der Klassen A bis C vergleichen. Unsere drei herstellerinternen Vergleiche zeigen ein bemerkenswert klares Bild: Bei Samsung, Bosch und Siemens hat jeweils das A-Modell die niedrigsten Gesamtkosten aus Kaufpreis und Strom über 15 Jahre. A ist damit nicht nur ökologisch, sondern bei aktuellen Angebotspreisen häufig auch wirtschaftlich die beste Wahl.


Das bedeutet trotzdem nicht, dass jedes A-Gerät automatisch ein guter Kauf ist. Preise und Verfügbarkeit ändern sich, und der Bosch-C-Ausreißer macht deutlich, wie stark einzelne Restangebote eine Rechnung verzerren können. Klasse C bleibt bei einem hohen A-Aufpreis eine gute Preis-Leistungs-Option. Ein günstiges D-Gerät schont zunächst das Budget, verursacht aber über die Jahre merklich höhere Stromkosten.


Unsere Empfehlung lautet daher: Wähle zunächst die passende Größe und Ausstattung. Vergleiche anschließend möglichst ähnliche Modelle desselben Herstellers und rechne Kaufpreis plus Stromkosten über 15 Jahre. Liegt das A-Gerät innerhalb der errechneten Preisschwelle, würden wir A wählen.


Häufige Fragen


Welche Energieklasse sollte eine neue Kühl-Gefrierkombination mindestens haben?

Als Orientierung sind A bis C empfehlenswert. Auch ein günstiges D-Gerät kann wirtschaftlich sein, wenn sein Jahresverbrauch nicht zu hoch ist. Entscheidend ist der Vergleich konkreter Modelle.


Ist Energieeffizienzklasse C bei einer Kühl-Gefrierkombination gut?

Ja. Klasse C gehört bei aktuellen Kühl-Gefrierkombinationen zu den effizienten Klassen und bietet häufig ein gutes Verhältnis aus Kaufpreis und Verbrauch. Ein günstiges A-Gerät kann über eine lange Nutzungsdauer dennoch billiger sein.


Lohnt sich eine Kühl-Gefrierkombination der Klasse A?

In allen drei aktuellen Herstellervergleichen hat Klasse A bei 35 Cent pro kWh und 15 Jahren Nutzung die niedrigsten Gesamtkosten. Beim Samsung-Vergleich darf das A-Gerät gegenüber dem C-Modell bis zu rund 1.069 Euro kosten; das gefundene Angebot liegt bei 969 Euro. Die konkrete Grenze hängt immer von Vergleichsmodell, Strompreis und Nutzungsdauer ab.


Wie viel Strom verbraucht eine sparsame Kühl-Gefrierkombination?

Die verglichenen A-Geräte benötigen je nach Größe 108 bis 112 kWh pro Jahr. Die B-Modelle liegen bei 127 bis 134 kWh, C bei 159 bis 169 kWh und D bei 191 bis 211 kWh. Größe und Ausstattung beeinflussen den Verbrauch.


Ist A+++ heute noch eine gute Energieklasse?

A+++ gehört zum alten Energielabel. Seit März 2021 werden neue Kühl- und Gefriergeräte von A bis G eingestuft. Eine direkte Umrechnung von A+++ in eine neue Klasse ist nicht zuverlässig möglich. Prüfe deshalb das aktuelle Label und den Jahresverbrauch.


Wie viel kostet der Betrieb einer Kühl-Gefrierkombination pro Jahr?

Bei 35 Cent pro kWh liegen die jährlichen Stromkosten der verglichenen A-Modelle bei rund 38 bis 39 Euro. Die D-Modelle kosten etwa 67 bis 74 Euro pro Jahr. Multipliziere für dein Gerät einfach den angegebenen Jahresverbrauch mit deinem persönlichen Strompreis.


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