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Emissionsminderungszuschlag für Pelletheizungen: Seit Juli 2026 entfallen

13. März 2024
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Okt.

Der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 Euro für besonders emissionsarme Pellet- und andere Biomasseheizungen ist für neue Anträge seit dem 21. Juli 2026 entfallen. Wenn Du heute einen Heizungstausch planst, solltest Du diesen Betrag nicht mehr in Deine Förderrechnung einbeziehen.


Die heute geltenden Förderbestandteile, Voraussetzungen und Kostenobergrenzen findest Du in unserem allgemeinen Beitrag: Aktuelle Heizungsförderung für Wärmepumpe & Co..


Aktualisiert am 21. Oktober 2026. Die folgenden Angaben zum früheren Zuschlag dienen der Einordnung älterer Angebote und Förderfälle.


Gibt es den Emissionsminderungszuschlag 2026 noch?


Für neue Anträge nach den seit dem 21. Juli 2026 geltenden Bedingungen gibt es den Zuschlag nicht mehr. Die KfW nennt den 20. Juli 2026 als letzten Tag, bis zu dem der Zuschlag beantragt werden konnte. Eine frühere Werbeangabe oder eine alte Bestätigung zum Antrag ist deshalb für sich genommen keine Zusage über zusätzliche 2.500 Euro.


Davon zu unterscheiden sind bereits bewilligte Vorhaben nach den früheren Bedingungen. Hier sind Deine Förderzusage, die zugehörigen Unterlagen und die darin genannten Fristen maßgeblich. Lass bei einem älteren, noch nicht abgeschlossenen Antrag konkret prüfen, welche Bedingungen für ihn gelten. Informationen der KfW


Was war der Emissionsminderungszuschlag?


Der Zuschlag war ein pauschaler Förderbetrag innerhalb der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM). Für besonders emissionsarme Biomasseanlagen konnten zusätzlich zur Grund- und gegebenenfalls Bonusförderung 2.500 Euro gewährt werden.


Voraussetzung war der nachgewiesene Staubgrenzwert von 2,5 Milligramm pro Kubikmeter. Der Zuschlag galt somit nicht automatisch für jede Pelletheizung. Entscheidend waren die Förderfähigkeit der konkreten Anlage und der erforderliche Nachweis. Historische Quelle: KfW-Merkblatt von 2024


Warum wurde der Zuschlag abgeschafft?


Das Bundeswirtschaftsministerium begründet den Wegfall damit, dass sich entsprechende Filtersysteme inzwischen weitgehend als Marktstandard etabliert hätten. Eine zusätzliche Förderung sei deshalb nicht mehr notwendig. Außerdem solle die Fördersystematik vereinheitlicht und vereinfacht werden. Das ist die Begründung des Ministeriums. Quelle: BMWE-FAQ zum Wegfall des Zuschlags


Der Wegfall eines Förderbestandteils bedeutet nicht, dass geringe Staubemissionen unwichtig werden. Vergleiche bei der Auswahl einer Anlage weiterhin die nachgewiesenen Emissionswerte, den Wartungsbedarf und die Anforderungen an eine mögliche Abgasreinigung.


Wie wurde der frühere Zuschlag berechnet?


Bei der alten Förderung durften die 2.500 Euro nicht in jedem Fall einfach auf den prozentualen Zuschuss aus den gesamten Investitionskosten aufgeschlagen werden. Wenn der Zuschlag beantragt wurde, verringerte sich die Berechnungsgrundlage für Grund- und Bonusförderung pauschal um 2.500 Euro.


Historisches Rechenbeispiel: Bei genau 30.000 Euro förderfähigen Gesamtkosten und einem angenommenen Fördersatz von 70 Prozent ergab sich:


(30.000 Euro − 2.500 Euro) × 70 Prozent + 2.500 Euro = 21.750 Euro.


Die frühere Darstellung mit 23.500 Euro bei genau 30.000 Euro Gesamtkosten war deshalb zu pauschal. Bei höheren tatsächlichen förderfähigen Kosten konnte das Ergebnis anders ausfallen. Dieses Beispiel erläutert ausschließlich die frühere Berechnung und gilt nicht für neue Anträge seit dem 21. Juli 2026.


Welche Förderung gilt heute für eine Pelletheizung?


Der Wegfall des Zuschlags bedeutet nicht, dass eine neue Pelletheizung grundsätzlich ungefördert bleibt. Ob und in welcher Höhe Dein Vorhaben gefördert werden kann, hängt von den aktuellen Programmregeln, der Anlage, der bisherigen Heizung und Deiner persönlichen Situation ab.


Die aktuellen Fördersätze und Bedingungen führen wir zentral im Beitrag Heizungsförderung: Alle Zuschüsse, Boni und Förderhöhen im Überblick zusammen. Dort findest Du auch die zeitlichen Änderungen und die geltenden Kostenobergrenzen. So kannst Du mit dem aktuellen Förderstand statt mit einem ausgelaufenen Zuschlag planen.


Wenn Du noch zwischen Heizsystemen abwägst, hilft Dir außerdem unser Beitrag Ist eine Pelletheizung noch sinnvoll und zukunftssicher?.


Was solltest Du bei älteren Angeboten und Förderzusagen prüfen?


Prüfe, ob die 2.500 Euro im Angebot als erwartete Förderung abgezogen wurden. Für ein neues Vorhaben darf dieser frühere Zuschlag nicht mehr als sicherer Bestandteil Deines Budgets erscheinen.


Liegt bereits eine Förderzusage vor, vergleiche sie mit der Rechnung des Fachbetriebs und den geforderten Nachweisen. Lass bei Unklarheiten Antrag und Zusage gemeinsam mit dem Fachbetrieb oder der KfW prüfen. Aus diesem historischen Überblick lässt sich kein individueller Anspruch ableiten.




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