top of page
  • Youtube
  • Black Instagram Icon
  • TikTok
  • Black Pinterest Icon
  • Schwarz LinkedIn Icon

Warum sind Wärmepumpen in Deutschland so teuer?

  • vor 8 Minuten
  • 8 Min. Lesezeit

Warum sind Wärmepumpen in Deutschland so teuer? Eine neue Studie zeigt die wichtigsten Gründe – von Gerätepreisen bis zur Förderung.

Warum sind Wärmepumpen in Deutschland so teuer?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inkl. Installation in Deutschland schnell 30.000, 35.000 Euro oder noch mehr. In Großbritannien werden vergleichbare Anlagen dagegen teilweise für weniger als die Hälfte angeboten. Warum ist der Unterschied so groß?


Eine neue Studie von Marek Miara und Jan Rosenow liefert Antworten: Höhere Gerätepreise, technische Vorgaben und die Mehrwertsteuer erklären einen großen Teil des Preisunterschieds. Ausgerechnet die großzügige deutsche Wärmepumpenförderung könnte jedoch ebenfalls dazu beitragen, dass die Preise hierzulande so hoch bleiben.


Das Wichtigste in Kürze

  • Für eine vergleichbare Luft-Wasser-Wärmepumpe wurden in Deutschland Kosten von 35.366 Euro einschließlich Mehrwertsteuer ermittelt.

  • In Großbritannien kostete die vergleichbare Installation lediglich 12.095 Euro.

  • Deutsche Haushalte zahlen häufiger für teurere Geräte und zusätzliche technische Arbeiten.

  • Die Mehrwertsteuer vergrößert den Unterschied, da Wärmepumpeninstallationen in Großbritannien mit null Prozent besteuert werden.

  • Die reinen Arbeitskosten sind laut Studie überraschenderweise kaum höher als in Großbritannien.

  • Die prozentuale Förderung in Deutschland könnte den Preisdruck zusätzlich schwächen.

  • Die Studie liefert dafür deutliche Hinweise, kann einen direkten ursächlichen Zusammenhang aber nicht abschließend beweisen.


Was kostet eine vergleichbare Wärmepumpe in Deutschland und Großbritannien?

Ausgangspunkt der Untersuchung ist ein Vergleich technisch ähnlicher Luft-Wasser-Wärmepumpen in vergleichbaren Gebäuden. Die zugrunde liegende Berechnung der RWTH Aachen kommt auf folgende Kosten:

Land

Kosten vor Mehrwertsteuer

Kosten einschließlich Mehrwertsteuer

Deutschland

29.719 Euro

35.366 Euro

Großbritannien

12.095 Euro

12.095 Euro

Unterschied

17.624 Euro

23.271 Euro

Die deutsche Installation ist damit brutto rund 192 Prozent teurer. Anders gesagt: Für eine vergleichbare Wärmepumpenanlage wird in Deutschland nahezu das Dreifache berechnet.


Der Vergleich bezieht sich ausdrücklich auf Luft-Wasser-Wärmepumpen. Es werden also nicht etwa eine kleine Luft-Luft-Wärmepumpe in Großbritannien und eine wesentlich aufwendigere Erdwärmepumpe in Deutschland gegenübergestellt.


In der Praxis schwanken die Kosten natürlich erheblich. Die Autoren nennen für Deutschland eine Bandbreite von etwa 23.000 bis 40.000 Euro. Entscheidend sind unter anderem die benötigte Heizleistung, das gewählte Modell, die Einbausituation und notwendige Arbeiten am Heizungs- oder Stromsystem.


Warum sind Wärmepumpen in Deutschland so teuer?

Die Studie nennt mehrere Ursachen. Keine davon erklärt den enormen Abstand allein. Zusammengenommen können höhere Gerätepreise, zusätzliche Installationsanforderungen und die Mehrwertsteuer nach Einschätzung der Autoren bis zu rund 60 Prozent des Preisunterschieds erklären.


1. In Deutschland werden häufig teurere Geräte verkauft

Ein erster Unterschied liegt bei der Wärmepumpe selbst. Der deutsche Markt wird stärker von europäischen Herstellern geprägt. Deren Geräte kosten der Untersuchung zufolge häufig zwischen 9.000 und 18.000 Euro.


In Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden spielen dagegen asiatische Hersteller mit günstigeren Geräten eine größere Rolle. Die dort angebotenen Wärmepumpen kosten teilweise nur zwischen 3.000 und 8.500 Euro.


Die höheren Gerätepreise in Deutschland können laut Studie etwa 2.000 bis 4.000 Euro des Preisunterschieds erklären.


Das bedeutet nicht automatisch, dass deutsche oder europäische Geräte zu teuer sind. Unterschiede kann es beispielsweise bei Ausstattung, Schallschutz, Service, Ersatzteilversorgung oder Regelungstechnik geben. Die Untersuchung zeigt aber, dass deutsche Haushalte im Durchschnitt aus einem höherpreisigen Geräteangebot auswählen.


2. Die Installation ist in Deutschland teilweise aufwendiger

Auch die technischen Anforderungen können die Gesamtkosten erhöhen. Als Beispiel nennt die Studie die Aufstellung des Außengeräts.


Nach den in Deutschland üblichen Vorgaben wird dafür häufig ein solides Fundament erstellt. Die Untersuchung veranschlagt hierfür Kosten zwischen 976 und 2.700 Euro. Eine einfache Wandhalterung, wie sie in anderen Ländern zulässig und verbreitet ist, kostet dagegen häufig weniger als 500 Euro.


Ein stabiles Fundament ist nicht grundsätzlich überflüssig. Es kann Körperschall reduzieren, das Gerät sicher tragen und vor Witterung oder Verschmutzung schützen. Die Frage ist jedoch, ob in jeder Einbausituation dieselbe aufwendige Lösung notwendig ist.


3. Der Zählerschrank kann zusätzliche Kosten verursachen

Seit Anfang 2024 müssen neue Wärmepumpen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz in das Stromnetz eingebunden werden. Je nach vorhandener Elektroinstallation kann deshalb ein Umbau oder eine Modernisierung des Zähler- beziehungsweise Verteilerschranks erforderlich sein.


Die Studie setzt dafür zusätzliche Kosten von etwa 1.800 bis 4.000 Euro an.

Wie hoch diese Kosten im Einzelfall ausfallen, hängt stark vom Gebäude ab. Bei einem modernen Zählerschrank kann der Aufwand deutlich geringer sein. In einem älteren Haus können dagegen umfangreichere Arbeiten notwendig werden.

Solche Kosten gehören nicht unmittelbar zur Wärmepumpe. Sie erscheinen im Angebot aber als Teil des gesamten Heizungstauschs und erhöhen damit den wahrgenommenen Wärmepumpenpreis.


4. Deutschland verlangt 19 Prozent Mehrwertsteuer

Ein besonders leicht nachvollziehbarer Unterschied ist die Besteuerung. In Deutschland fallen auf Wärmepumpe und Installation grundsätzlich 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Auf den untersuchten Nettopreis von 29.719 Euro kommen dadurch rund 5.647 Euro hinzu.


Großbritannien wendet seit 2022 auf entsprechende Wärmepumpeninstallationen einen Mehrwertsteuersatz von null Prozent an.


Die unterschiedliche Besteuerung erklärt nach Berechnung der Autoren ungefähr ein Viertel des gesamten Brutto-Preisunterschieds. Sie ist damit einer der größten eindeutig bestimmbaren Faktoren.


Sind die hohen Arbeitskosten der Grund?

Naheliegend wäre die Vermutung, dass vor allem hohe Löhne und der Fachkräftemangel deutsche Wärmepumpen so teuer machen. Die Untersuchung bestätigt diese Annahme jedoch nicht.


Deutsche Installationsbetriebe berechnen demnach häufig zwischen 60 und 70 Euro pro Arbeitsstunde. In Großbritannien sind es etwa 45 bis 60 Euro. Bei den gesamten Arbeitskosten einer Installation ist der Unterschied trotzdem erstaunlich gering:

Land

Durchschnittliche Arbeitskosten

Deutschland

etwa 4.700 Euro

Großbritannien

etwa 4.800 Euro

Die reinen Arbeitskosten sind in Deutschland in der zugrunde gelegten Auswertung somit nicht höher, sondern sogar geringfügig niedriger. Wegen unterschiedlicher Datengrundlagen ist dieser Vergleich mit Vorsicht zu betrachten. Er spricht jedoch deutlich dagegen, den gesamten Preisabstand pauschal mit teuren deutschen Handwerkern zu erklären.


Macht die Wärmepumpenförderung die Anlagen teurer?

Der kontroverseste Teil der Studie betrifft die staatliche Förderung.


In Deutschland wird nicht für jede Wärmepumpe ein einheitlicher Zuschuss ausgezahlt. Stattdessen übernimmt der Staat einen bestimmten Prozentsatz der förderfähigen Kosten. Je nach Voraussetzungen können Haushalte einen erheblichen Teil ihrer Investition erstattet bekommen.


Das Problem: Eine prozentuale Förderung reduziert aus Sicht des Kunden nicht nur den Preis, sondern auch die Auswirkung eines überhöhten Angebots.


Ein vereinfachtes Beispiel:

  • Ursprüngliches Angebot: 25.000 Euro

  • Teureres Angebot: 30.000 Euro

  • Fördersatz: 50 Prozent

  • Mehrkosten im Angebot: 5.000 Euro

  • Tatsächliche Mehrbelastung des Kunden nach Förderung: 2.500 Euro


Der Installationsbetrieb erhält 5.000 Euro mehr. Der Kunde trägt wegen der Förderung jedoch nur die Hälfte dieses Aufschlags selbst. Dadurch sinkt sein Anreiz, über den Preis zu verhandeln oder ein günstigeres Angebot zu suchen.


Genau hierin sehen die Studienautoren ein strukturelles Problem: Je höher das Angebot ausfällt, desto höher kann auch der absolute staatliche Zuschuss werden – zumindest bis zur jeweils geltenden Obergrenze der förderfähigen Kosten.


Eine pauschale Förderung mit einem festen Eurobetrag würde anders wirken. Bei einem teureren Angebot müsste der Kunde die Mehrkosten vollständig selbst tragen. Der Anreiz, Preise zu vergleichen, bliebe dadurch stärker erhalten.


Auffälliger Preisanstieg nach der Förderumstellung

Die Autoren verweisen außerdem auf die Entwicklung der deutschen Wärmepumpenpreise.


Bis 2019 richtete sich die Förderung stärker nach der Leistung der Anlage. Die durchschnittlichen Gesamtkosten lagen damals laut der herangezogenen Daten bei rund 17.000 Euro.


Im Jahr 2020 wurde die Förderung auf ein stärker prozentuales System umgestellt. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Förderanteil von ungefähr 11 auf 40 Prozent. In den folgenden Jahren erhöhten sich die ausgewiesenen Gesamtkosten auf rund 40.000 Euro.


Das ist ein auffälliger zeitlicher Zusammenhang. Er beweist allein aber noch nicht, dass die Förderung den Preisanstieg verursacht hat. In denselben Zeitraum fielen:

  • die Corona-Pandemie,

  • internationale Lieferengpässe,

  • stark steigende Materialpreise,

  • die Energiekrise,

  • eine sprunghaft gestiegene Nachfrage,

  • knappe Kapazitäten bei Installationsbetrieben.


Die Studienautoren vergleichen die Entwicklung deshalb mit Großbritannien und Schweden. Diese Länder waren ebenfalls von Pandemie, Lieferproblemen und Inflation betroffen. Dort erhöhten sich die Installationskosten im betrachteten Zeitraum jedoch lediglich um etwa 18 beziehungsweise 14 Prozent. In Deutschland haben sie sich nach den verwendeten Daten ungefähr verdoppelt.


Das stärkt die Vermutung, dass die besonderen deutschen Förderbedingungen einen Teil der Preisentwicklung erklären könnten. Ein eindeutiger Beweis ist der Vergleich trotzdem nicht.


Wie viel zahlen Haushalte nach der Förderung?

Eine hohe Förderung bedeutet nicht automatisch, dass Wärmepumpen für deutsche Haushalte besonders günstig werden. Der deutlich höhere Ausgangspreis kann einen großen Teil des Zuschusses wieder aufzehren.


Die Studie rechnet mit dem deutschen Vergleichspreis von 35.366 Euro. Bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten und einem beispielhaften Fördersatz von 50 Prozent ergibt sich ein Zuschuss von 15.000 Euro.


Für den Haushalt verbleiben damit Kosten von 20.366 Euro.

Selbst bei einer Förderung von 70 Prozent auf die angenommenen förderfähigen Kosten müsste der Haushalt noch 14.366 Euro selbst bezahlen.


In Großbritannien wird dagegen ein pauschaler Zuschuss von 7.500 Pfund gewährt. Bei dem im Vergleich verwendeten Gesamtpreis von 12.095 Euro verbleibt umgerechnet ein Eigenanteil von ungefähr 3.200 Euro.


Die konkrete Belastung hängt in beiden Ländern vom jeweiligen Gebäude, dem Angebot, den geltenden Förderbedingungen und dem Wechselkurs ab. Der Vergleich zeigt dennoch das grundsätzliche Problem: Eine hohe Förderquote hilft nur begrenzt, wenn bereits der Preis vor Förderung besonders hoch ist.


Ist die deutsche Wärmepumpenförderung also falsch?

So eindeutig ist das Ergebnis nicht. Ohne Förderung wäre der Heizungstausch für viele Haushalte kaum finanzierbar. Außerdem konkurriert die Wärmepumpe mit Öl- und Gasheizungen, deren spätere Klima- und Umweltkosten im heutigen Kaufpreis nur teilweise sichtbar sind.


Die Studie spricht deshalb nicht gegen eine Förderung von Wärmepumpen an sich. Sie stellt vielmehr die Frage, wie diese Förderung gestaltet werden sollte.


Denkbar wären beispielsweise:

  • ein fester Zuschuss je Wärmepumpe,

  • nach Leistung oder Gebäudegröße gestaffelte Pauschalen,

  • klare Kostenobergrenzen für einzelne Bestandteile,

  • mehr Transparenz bei Geräte- und Installationskosten,

  • eine schrittweise und frühzeitig angekündigte Senkung der Zuschüsse,

  • stärkere Anreize für standardisierte und kostengünstige Installationen,

  • eine Kombination aus Förderung und zinsgünstiger Finanzierung.


Eine gute Förderung sollte Haushalte entlasten und gleichzeitig den Wettbewerb zwischen Herstellern und Installationsbetrieben stärken. Steigende Angebotspreise sollten nicht automatisch zu höheren staatlichen Zahlungen führen.


Was kannst du gegen zu hohe Wärmepumpenpreise tun?

Du kannst die Marktstruktur nicht verändern. Aber du kannst vermeiden, ein unnötig teures Komplettpaket zu beauftragen.


1) Mehrere Angebote einholen

Hole möglichst mindestens drei Angebote ein. Vergleiche dabei nicht nur den Endpreis. Entscheidend ist auch, welche Geräte und Arbeiten tatsächlich enthalten sind.


2) Einzelne Kosten ausweisen lassen

Ein transparentes Angebot sollte zumindest folgende Positionen einzeln ausweisen:

  • Wärmepumpe

  • Warmwasser- oder Pufferspeicher

  • hydraulische Arbeiten

  • Elektroinstallation

  • Arbeiten am Zählerschrank

  • Fundament und Aufstellung

  • Demontage der alten Heizung

  • Entsorgung

  • Inbetriebnahme

  • hydraulischer Abgleich

  • mögliche Arbeiten an den Heizkörpern

Nur so kannst du erkennen, warum ein Angebot mehrere Tausend Euro teurer ist als ein anderes.


3) Nicht nur den Preis nach Förderung vergleichen

Berücksichtige den Zuschuss erst im zweiten Schritt. Vergleiche zunächst die vollständigen Angebotspreise vor der Förderung. Sonst kann ein unnötig teures Angebot durch eine hohe Förderquote günstiger wirken, als es tatsächlich ist.


4) Die Auslegung prüfen

Eine überdimensionierte Wärmepumpe ist häufig teurer und arbeitet nicht automatisch besser. Grundlage sollte eine nachvollziehbare Heizlastberechnung sein. Eine pauschale Schätzung anhand der bisherigen Kesselleistung reicht dafür nicht aus.


5) Zusatzarbeiten hinterfragen

Ein neuer Zählerschrank, ein Fundament oder der Austausch mehrerer Heizkörper kann notwendig sein. Lass dir jedoch erklären, warum die jeweilige Maßnahme in deinem Gebäude erforderlich ist und welche günstigeren Alternativen geprüft wurden.


6) Geräte verschiedener Hersteller vergleichen

Ein günstigeres Gerät muss nicht schlechter sein. Vergleiche neben dem Kaufpreis aber auch Effizienz, Lautstärke, Regelung, Garantie, Service und Ersatzteilversorgung.


Fazit: Warum kosten Wärmepumpen in Deutschland so viel?

Wärmepumpen sind in Deutschland nicht allein deshalb so teuer, weil Geräte oder Handwerker grundsätzlich ein Vielfaches kosten. Der hohe Gesamtpreis entsteht aus mehreren Faktoren:


Teurere Geräte, teilweise aufwendigere Installationsstandards, Arbeiten an der Elektroanlage und 19 Prozent Mehrwertsteuer erklären einen erheblichen Teil des Abstands zu Großbritannien. Die Arbeitskosten spielen dagegen laut Studie überraschend wenig mit hinein.


Für den verbleibenden Preisunterschied sehen die Autoren einen möglichen Zusammenhang mit der deutschen Förderung. Weil der Zuschuss prozentual vom Angebotspreis abhängt, schwächt er den Anreiz, niedrige Preise durchzusetzen. Die Förderung könnte dadurch teilweise beim Anbieter ankommen, statt den Heizungstausch im gleichen Umfang für den Haushalt günstiger zu machen.


Abschließend bewiesen ist dieser Effekt nicht. Die Ergebnisse sind jedoch ein starkes Argument dafür, die Förderung weiterzuentwickeln: Wärmepumpen müssen nicht nur bezuschusst, sondern bereits vor der Förderung günstiger werden.


Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpe in Deutschland?

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einschließlich Installation werden in Deutschland häufig etwa 23.000 bis 40.000 Euro verlangt. Je nach Gebäude und notwendigen Zusatzarbeiten sind auch niedrigere oder höhere Kosten möglich.


Warum kosten Wärmepumpen im Ausland weniger, warum sind Wärmepumpen z.B. in Großbritannien günstiger?

Dort werden häufiger günstigere Geräte angeboten, einige Installationsanforderungen sind weniger aufwendig und Wärmepumpeninstallationen werden mit null Prozent Mehrwertsteuer belegt. Außerdem erhalten Haushalte einen festen Zuschuss, statt einer prozentualen Erstattung der Kosten.


Sind deutsche Handwerker zu teuer?

Die untersuchte Datengrundlage spricht dagegen. Die durchschnittlichen Arbeitskosten je Installation lagen in Deutschland und Großbritannien nahezu gleichauf. Der große Unterschied entsteht hauptsächlich an anderen Stellen.


Treibt die Förderung die Wärmepumpenpreise nach oben?

Die neue Studie hält dies für wahrscheinlich. Prozentuale Zuschüsse können den Preisdruck abschwächen, weil Haushalte nur einen Teil eines Preisaufschlags selbst tragen. Einen abschließenden kausalen Beweis liefert die Untersuchung jedoch nicht.


Lohnt sich eine Wärmepumpe trotz der hohen Anschaffungskosten?

Das hängt unter anderem vom Gebäude, der Effizienz der Anlage, den Strom- und Brennstoffpreisen, der Förderung und der bisherigen Heizung ab. Der hohe deutsche Installationspreis bedeutet nicht, dass Wärmepumpen grundsätzlich unwirtschaftlich sind. Er macht einen sorgfältigen Angebotsvergleich jedoch besonders wichtig.


Quellen:

Grundlage des Beitrags ist die Studie von Marek Miara und Jan Rosenow in der Fachzeitschrift Energy & Buildings. Ergänzend wurden die Einordnung von Studienautor Jan Rosenow sowie die Zusammenfassung von Clean Energy Wire berücksichtigt.

Kommentare


Neue Blog-Beiträge rund um ein nachhaltiges Zuhause erhalten

Vielen Dank! Du hast soeben eine Bestätigungs-Mail von no-reply@crm.wix.com erhalten - bitte bestätige Deine E-Mail-Adresse!

  • Youtube
  • Instagram
  • TikTok
  • Pinterest
  • Weiß LinkedIn Icon

© 2025 von nachhaltiges Zuhause. 

bottom of page