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Wärmepumpe (von A-Z): Auf was du achten solltest

Wenn du dir erste Gedanken über eine Wärmepumpe machst, weißt du vermutlich nicht, auf was du achten solltest. Wir helfen dir und nennen alle wichtigen Punkte, die du bei einer Wärmepumpe beachten solltest.


Alle Punkte, die du bei einer Wärmepumpe beachten solltest, erläutern wir von A bis Z - beginnend von A wie Arten bis Z wie Zähler.


Arten von Wärmepumpen & Kosten

Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, die für die Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden eingesetzt werden können. Die wichtigsten Wärmepumpen-Arten sind:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (siehe auch unter L)

  • Luft-Luft-Wärmepumpe / Abluftwärmepumpe

  • Erdwärmepumpe / Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmekollektor (siehe auch unter E)

  • Erdwärmepumpe / Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde (siehe auch unter E)

  • Grundwasser-Wärmepumpe / Wasser-Wasser-Wärmepumpe (siehe auch unter G)

Die Kosten für eine Wärmepumpe hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe und Kapazität der Wärmepumpe, der Art der Wärmepumpe (=entstehen Erschließungskosten) und der Heizungsart im Gebäude sowie den Kosten für die Installation.

Art der Wärme-pumpe

Erschließung

Anschaffung

Installation

Gesamt

​Luft-Wasser-Wärme-pumpe

-

15.000 bis 25.000 Euro

5.000 bis 10.000 Euro

20.000 bis 35.000 Euro

​Luft-Luft-Wärme-pumpe

5.000 bis 10.000 Euro

10.000 bis 15.000 Euro

5.000 bis 10.000 Euro

20.000 bis 35.000 Euro

​Erdwärme-pumpe mit Kollektor

5.000 bis 10.000 Euro

15.000 bis 25.000 Euro

5.000 bis 10.000 Euro

25.000 bis 45.000 Euro

​Erdwärme-pumpe mit Erdsonde

10.000 bis 15.000 Euro

15.000 bis 25.000 Euro

5.000 bis 10.000 Euro

30.000 bis 50.000 Euro

Grundwasser-Wärme-pumpe

10.000 bis 15.000 Euro

15.000 bis 25.000 Euro

5.000 bis 10.000 Euro

30.000 bis 50.000 Euro

Die Kosten für eine Wärmepumpe sind in der Regel höher als für Erdgas-, Öl,- oder Pelletheizungen. Allerdings können sich die Kosten im Laufe der Zeit durch die geringeren Betriebskosten und die Förderungen, die für die Installation von Wärmepumpen angeboten werden (siehe auch unter F), amortisieren.


Bestandsgebäude & Wärmepumpe

Hast du Zweifel, ob eine Wärmepumpe in deinem Altbau funktioniert? Keine Angst. Der Einbau einer Wärmepumpe kann sogar bei ungedämmten Gebäuden ohne Fußbodenheizung funktionieren. (Mehr dazu: In einem anderen Beitrag haben wir uns 6 gängige Vorurteile zu Wärmepumpen im Altbau angeschaut).


Was sind bei Bestandsgebäuden die Vorteile einer Wärmepumpe gegenüber Heizungen auf fossiler Basis?

  1. Energieeffizienz: Eine Wärmepumpe kann bei richtiger Dimensionierung und Installation sehr energieeffizient sein, was zu erheblichen Einsparungen bei den Heizkosten führen kann. Die Wärmepumpe nutzt die in der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder der Erde vorhandene Wärme, um das Haus zu heizen, was im Vergleich zu fossilen Heizsystemen wie Öl- oder Gasheizungen viel effizienter ist.

  2. Umweltfreundlichkeit: Eine Wärmepumpe senkt die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Heizsysteme, da sie die Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Luft, Wasser oder Erde bezieht. Dadurch bezahlst du auch keine CO2-Steuer mehr.

  3. Fördermöglichkeiten: Im Vergleich zu Öl oder Gas gibt es für die Installation einer Wärmepumpe satte Fördergelder vom Staat (bis zu 40 Prozent bei Austausch einer Ölheizung). Damit können die deutlich höheren Investitionskosten teilweise ausgeglichen werden.

Auch im Altbau gibt es verschiedene Optionen für die Installation einer Wärmepumpe, wie zum Beispiel eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Erdwärmepumpe.


COP-Maß bei der Wärmepumpe

Der COP (Coefficient of Performance) ist eine Maßzahl, die die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen anzeigt. Sie kann in erster Linie dazu verwendet werden, um verschiedene Wärmepumpen miteinander zu vergleichen und ihre Effizienz unter vergleichbaren Betriebsbedingungen zu beurteilen. Der COP wird unter Laborbedingungen ermittelt und gibt das Verhältnis der von der Wärmepumpe erzeugten Wärme zu der dafür benötigten Strommenge an.


Diese Information kann für Kunden bei der Kaufentscheidung hilfreich sein, da sie einen Vergleichswert liefert. Allerdings gibt der COP nur eine Momentaufnahme der Effizienz der Wärmepumpe unter konstanten Testbedingungen wieder und kann daher nicht die tatsächliche Leistung der Pumpe unter realen Betriebsbedingungen widerspiegeln. Hierfür eignet sich die JAZ besser (siehe J).


Dimensionierung einer Wärmepumpe

Die Dimensionierung einer Wärmepumpe ist ein wichtiger Faktor für ihre Effizienz und Leistung. Es gilt die richtige Größe und Kapazität der Wärmepumpe zu berechnen, um die gewünschte Wärmemenge für ein Gebäude bereitzustellen.


Die Dimensionierung einer Wärmepumpe erfolgt in der Regel anhand von Berechnungen, die auf verschiedenen Faktoren wie...

  • der Größe des Gebäudes,

  • der gewünschten Innentemperatur,

  • der Art der Heizung

  • und der Isolierung des Gebäudes

...basieren. Es ist wichtig, dass die Wärmepumpe auf die spezifischen Bedürfnisse des Gebäudes abgestimmt ist, um eine optimale Leistung und Effizienz zu gewährleisten.


Eine unzureichend dimensionierte Wärmepumpe kann dazu führen, dass sie entweder überlastet wird und häufig ausfällt, oder dass sie nicht genügend Wärme liefern kann, um das Gebäude angemessen zu beheizen. Eine zu groß dimensionierte Wärmepumpe hingegen kann zu unnötigen Kosten führen und ihre Effizienz verringern.


Daher ist es wichtig, die Dimensionierung einer Wärmepumpe sorgfältig zu planen und von einer Expertin oder einem Experten durchführen zu lassen.


Erdwärmepumpe

Eine Erdwärmepumpe (synonym auch als Geothermie-Wärmepumpe bezeichnet) ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus dem Boden gewinnt, um ein Gebäude zu beheizen und ggf. auch warmes Wasser bereitzustellen.


Erdwärmepumpen nutzen Wärmeenergie, die im Boden gespeichert ist, um Wärme für ein Gebäude bereitzustellen. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten wie Erdwärmepumpen die Wärme aus dem Boden gewinnen:


1. Erdwärmekollektor

Um die oberflächennahe Erdwärme zu nutzen, werden Flächenkollektoren verwendet, die horizontal in den Erdboden in einer Tiefe von etwa 1,5 Metern verlegt werden. Die Kollektoren bestehen aus Kunststoffrohren, die von einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel durchflossen werden. Die so gewonnene Erdwärme wird dann an die Wärmepumpe weitergeleitet.

Komponenten einer Erdwärmepumpe mit Erdkollektor
Quelle: BWP

2. Erdwärmesonde

Eine Erdsonde ist bis zu 100 Meter tief in den Boden eingebettet (siehe auch T wie Tiefenbohrung). Die Erdsonde absorbiert die Wärmeenergie aus dem Boden (in 100 Meter Tiefe ist die Temperatur der Erde im Mittel ca. 15 Grad) und überträgt sie an das Wärmeübergangsmedium in der Wärmepumpe. Von dort wird die Wärmeenergie an das Gebäude übertragen.

Komponenten einer Erdwärmepumpe mit Erdsonde
Quelle: BWP

Erdwärmepumpen sind leise im Betrieb, benötigen allerdings etwas Platz im Garten (v.a. in der Variante Erdwärmekollektor). In der Anschaffung sind sie teurer als Luft-Wärmepumpen. Sie eignen sich sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude.


Förderung von Wärmepumpen

Wärmepumpen werden vom Staat grundsätzlich über zwei Wege gefördert:

Grundwasser-Wärmepumpe

Eine Grundwasser-Wärmepumpe (auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe genannt) gewinnt ihre Wärme - wer hätte es gedacht - aus dem Grundwasser.


Im Gegensatz zu anderen Wärmepumpenarten benötigt eine Grundwasser-Wärmepumpe eine Brunnenanlage, die aus einem Entnahme-/Saugbrunnen und einem Schluckbrunnen besteht. Dafür sind Bohrungen von etwa 4 bis 20 Meter Tiefe erforderlich, abhängig vom Grundwasserspiegel.


Das Grundwasser wird über den Saugbrunnen in die Wärmepumpen-Anlage gepumpt, wo mittels Einsatz eines Kältemittels die Wärmeenergie entzogen wird. Das abgekühlte Wasser gelangt über den Schluckbrunnen wieder in den Boden.

Komponenten einer Grundwasserwärmepumpe
Quelle: BWP

Der Vorteil einer Grundwasser-Wärmepumpe ist, dass das Grundwasser ganzjährig eine konstante Temperatur hat. Die Wärmepumpe kann somit das ganze Jahr über effizient arbeiten. Allerdings kann die Installation einer Grundwasser-Wärmepumpe kostspielig sein und sie muss von der Kommune genehmigt werden. In vielen Gebieten sind Grundwasser-Wärmepumpen außerdem gar nicht möglich, da bspw. ein Verbot aufgrund eines Wasserschutz-Gebietes dagegen spricht.


Bevor du dir den Aufwand machst die für eine Bohrung notwendige wasserrechtliche Genehmigung einzuholen, möchtest du vermutlich erstmal online recherchieren, ob eine Grundwasser-Wärmepumpe bei dir möglich ist? Je nach Bundesland existieren verschiedene Karten für die Potentiale von Grundwasser-Wärmepumpen. Im einem anderen Blog-Beitrag haben wir einige Grundwasser-Wärmepumpe-Karten zusammengetragen.


Heizkörper & Wärmepumpe: Funktioniert das?

Entgegen vielen Vorurteilen ist eine Wärmepumpe mit Heizkörpern (meist) ohne Probleme zu betreiben. Entweder mit modernen Wärmepumpenheizkörpern oder auch mit bestehenden Heizkörpern im Altbau. Diese müssen nur ausreichend groß sein. Viele alte Heizkörper sind geradezu prädestiniert. Denn früher wurden deutlich zu viele und zu große Heizkörper eingebaut. Unter jedem Fenster gab es einen. Was damals unnötig war, ist heute ideal für Wärmepumpen geeignet.


Innenaufstellung vs. Außenaufstellung einer Wärmepumpe

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Platzierung der Wärmepumpe:

  • Innenaufstellung: Wärmepumpe wird innerhalb des Gebäudes installiert, z.B. im Technikraum im Keller.

  • Außenaufstellung: Wärmepumpe wird außerhalb des Gebäudes installiert.

  • Split-Lösung: Bei einem Split-Gerät gibt es eine Außen- und eine Inneneinheit. Die verschiedenen Komponenten einer Wärmepumpe (siehe K) verteilen sich bei der Split-Lösung somit auf zwei Elemente.

Die Wahl der Aufstellung hängt von den räumlichen Gegebenheiten und den Anforderungen der Wärmepumpe ab. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen eignen sich ideal für eine Innenaufstellung, Luftwärmepumpen hingegeben für alle drei Varianten.


Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist ein Maß für die Effizienz von Wärmepumpen und wird verwendet, um die Jahresenergiekosten einer Wärmepumpe zu berechnen. Sie misst das Verhältnis der von der Pumpe verbrauchten Energie (in Form von Strom) zu der von ihr erzeugten Energie (in Form von Wärme). Die JAZ wird im Gegensatz zum COP (siehe auch unter C) unter realen Betriebsbedingungen über einen Zeitraum von einem ganzen Jahr ermittelt. Folgendes wird bei der Berechnung der JAZ berücksichtigt:

  • die Effizienz des gesamten Heizsystems und des Gebäudes

  • sowie das individuelle Nutzungsverhalten.

Hersteller von Wärmepumpen können daher die JAZ nicht im Vorhinein angegeben - sie kann erst im laufenden Betrieb der Wärmepumpe ermittelt werden.


Komponenten, Funktion & Aufbau von Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe ist ein System, das ähnlich wie ein Kühlschrank funktioniert, jedoch in umgekehrter Weise.


Der Aufbau und die Technik der Wärmepumpe unterliegen einem Kreislauf, der aus Wärmegewinnung, Verdichtungsprozess, Wärmeübertragung an das Heizsystem und Abkühlprozess des Kältemittels und Rückführung besteht.

Aufbau. Funktion und Komponenten einer Wärmepumpe
Quelle: BWP

Die einzelnen Komponenten einer Wärmepumpe sind:

  1. Wärmequelle: Die Wärme kann aus Luft, Erdwärme oder Grundwasser gewonnen werden.

  2. Verdampfer: Hier wird die gewonnene Wärmeenergie mittels Wärmetauscher an das System übergeben. Das eingesetzte Kältemittel besitzt einen niedrigen Siedepunkt und verdampft daher im Verdampfer bereits bei vergleichsweise geringen Temperaturen.

  3. Verdichter/Kompressor: Da die Temperatur der aus der Umwelt aufgenommenen Wärmeenergie nicht ausreicht, um ein Gebäude zu beheizen, kommt im nächsten Schritt der mit Strom betriebene Verdichter zum Einsatz. Dabei nutzt das System den Joule-Thomson-Effekt. Durch den Einsatz von Antriebsenergie wird das gasförmige Kältemittel verdichtet. Mit dem erhöhten Druck steigt gleichzeitig auch die Temperatur auf das gewünschte Niveau an.

  4. Kondensator/Verflüssiger: Nach der Verdichtung gelangt das warme Gas zum Kondensator. Hier wird dem gasförmigen Kältemittel mittels eines weiteren Wärmetauschers die Wärme entzogen, dabei verflüssigt es sich automatisch wieder. Die entzogene Wärme wird in der gewünschten Vorlauftemperatur an das Heizsystem übertragen und dient zum Beheizen der Räumlichkeiten.

  5. Expander: Über das Expansion- oder Entspannungsventil erfolgt ein Druckabbau. Das nun abgekühlte und wieder verflüssigte Kältemittel wird anschließend wieder in den Kreislauf der Wärmepumpe und ihren Komponenten zugeführt. Der Prozess beginnt von vorn.

Achtung: Ein Bericht der ARD hat eine heftige Debatte über die Kältemittel in Wärmepumpen ausgelöst. Die meisten Kältemittel enthalten das sogenannte "Jahrhundertgift" PFAS. Obwohl die Kältemittel normalerweise in einem hermetischen Kreislauf verbleiben, stellen sie bei Herstellung und Entsorgung ein großes Problem dar. Es gibt bereits umweltfreundlichere Alternativen: Nutze bei der Auswahl der Wärmepumpe ein Gerät, das ein Kältemittel z.B. auf Basis von Propan enthält.


Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (oder auch Luftwärmepumpe) ist eine Art von Wärmepumpe, die Wärmeenergie aus der Luft gewinnt, um Gebäude zu heizen und warmes Wasser bereitzustellen. Für die Aufstellung von Luftwärmepumpen eignen sich sowohl Innen-, Außen als auch Splitaufstellung (siehe auch I).

Komponenten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Variante Außenaufstellung
Quelle: BWP

Luft-Wasser-Wärmepumpen haben im Vergleich zu anderen Wärmepumpen-Arten die niedrigsten Jahresarbeitszahlen (siehe J), sind dafür auch am günstigsten (siehe K).


Mehrfamilienhaus & Wärmepumpe?

Wärmepumpen eignen sich auch für Mehrfamilienhäuser. Welche Art von Wärmepumpe (z.B. Luftwärmepumpe, Grundwasserwärmepumpe oder Erdwärmepumpe) für die Heizung eines Mehrfamilienhauses geeignet ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Jede Art hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und eignet sich für unterschiedliche Bedingungen.


Besonders effiziente Wärmepumpen-Arten wie die Grundwasser- oder die Erdwärmepumpe eignen sich besonders für bestehende Mehrfamilienhäuser aufgrund der hohen JAZ (siehe J). Auch ein Pufferspeicher macht bei einer Wärmepumpe in einem Mehrfamilienhaus eigentlich immer Sinn.


Nachbar-Abstand bei einer Wärmepumpe

Der Abstand zwischen einer außen aufgestellten Wärmepumpe und dem Nachbargrundstück ist in der Regel von den geltenden Bauvorschriften abhängig. In vielen Bundesländern muss der Abstand zwischen der Wärmepumpe und dem Nachbargrundstück mindestens drei Meter betragen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Es empfiehlt sich daher, sich bei der Gemeinde oder dem zuständigen Bauamt zu informieren, welche lokalen Vorschriften für den Abstand zwischen einer Wärmepumpe und dem Nachbargrundstück gelten.


Ohne Fußbodenheizung oder ein ungedämmtes Gebäude

Bezüglich der Voraussetzung einer Wärmepumpe gibt einige Vorurteile. Unter anderem, dass diese nur mit Fußbodenheizung sowie in gut gedämmten Gebäuden funktionieren. Dass beides so nicht stimmt, beschreiben wir in einem anderen Blog, in welchem wir die Voraussetzung von Wärmepumpen im Altbau genauer untersuchen.


Photovoltaik & Wärmepumpe

Wenn eine Wärmepumpe durch eine Photovoltaik-Anlage ergänzt wird, führt dies zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten, da die Wärmepumpe mit erneuerbarer Energie „kostenlos“ betrieben wird.


Auch ein Stromspeicher ist sinnvoll, da dadurch der Eigenverbrauchsanteil am PV-Strom erhöht wird.


Voraussetzungen für eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist, dass das Gebäude über eine ausreichende (nicht verschattete) Dachfläche für die Photovoltaik-Anlage verfügt.


Wie groß die PV-Anlage sinnvollerweise sein sollte, haben wir in einem anderen Blog-Beitrag zur Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik beschrieben.


Quietschende und andere lärmende Geräusche durch eine Wärmepumpe

Die Lautstärke einer Wärmepumpe kann je nach Art und Größe stark variieren. Normalerweise liegt sie zwischen 45 und 65 Dezibel (dB), aber diese Werte können stark schwanken. Deshalb ist es ratsam, die Lautstärke der Wärmepumpe bei der Auswahl eines Geräts zu berücksichtigen. Wenn möglich, solltest du eine Wärmepumpe mit geringerer Lautstärke wählen, um Lärmbelästigung zu vermeiden.


Es ist auch wichtig zu wissen, dass es in verschiedenen Wohngebieten unterschiedliche Lärmgrenzwerte gibt, die eingehalten werden müssen. Hier sind einige Richtwerte, die in Deutschland gelten:

  • Reine Wohngebiete: Tagsüber sind 50 dB erlaubt, während es nachts auf 35 dB reduziert werden sollte.

  • Allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete: Tagsüber sind 55 dB erlaubt, während es nachts auf 40 dB reduziert werden sollte.

  • Kerngebiete, Dorfgebiete und Mischgebiete: Tagsüber sind 60 dB erlaubt, während es nachts auf 45 dB reduziert werden sollte.

  • Gewerbegebiete: Tagsüber sind 60 dB erlaubt, während es nachts auf 50 dB reduziert werden sollte.

  • Industriegebiete: Tagsüber und nachts sind 70 dB erlaubt.

Die maßgebende Verwaltungsvorschrift in Deutschland ist die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Es ist wichtig, diese Vorschriften einzuhalten, um eine angenehme und ruhige Umgebung für alle zu gewährleisten.


Rohre bei Installation einer Wärmepumpe im Altbau

Haben bestehende Heizungen bzw. Heizkörper in Bestandsgebäuden Zweirohrsysteme wirkt sich das positiv auf die Machbarkeit einer Wärmepumpe aus. Denn Heizungen mit Einrohrsystemen brauchen eine hohe Vorlauftemperatur, was sich wiederum schlecht für eine Wärmepumpe eignet.


Stromverbrauch einer Wärmepumpe

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel...

  • der Größe und Leistung der Wärmepumpe,

  • der Art der Wärmepumpe (z.B. Luft-Wasser-Wärmepumpe, Erdwärmepumpe, etc.),

  • der Effizienz der Wärmepumpe

  • und der Nutzung der Wärmepumpe (=Wärmebedarf).

Entscheidend ist die JAZ (siehe J) einer Wärmepumpe. Beispiel:

Bei einem Heizleistung der Wärmepumpe von 12 kW und jährlich 2.000 Heizstunden

  • ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 = 6.000 kWh.

  • ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 3 = 8.000 kWh.


Tiefenbohrung für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden

Eine Tiefenbohrung wird dann vorgenommen, wenn eine Erdwärmepumpe mit Sonden zum Einsatz kommen soll. Dabei werden Sonden in den Boden (meist bis zu einer Tiefe von 100 Metern) eingebohrt, um Wärme aus dem Boden zu gewinnen. Tiefenbohrungen eignen sich besonders

  1. Für kleine Grundstücke

  2. für Gebäude in Gebieten mit niedrigen Außentemperaturen, da der Boden in tieferen Schichten eine konstantere Temperatur aufweist als die Oberfläche.

Durch den hohen Aufwand für die Bohrung sind Erdwärmepumpen mit Erdsonde etwas teurer in der Anschaffung als andere Arten von Wärmepumpen.


Unterstützung einer Wärmepumpe durch andere Wärmequellen

Die Effizienz einer Wärmepumpe kann durch verschiedene andere Energiequellen erhöht werden:

  1. Pellets (EE-Hybrid): Die Kombination aus Wärmepumpe und Pelletkessel bietet eine flexible und effiziente Heizmöglichkeit für Gebäude. In den wärmeren Monaten kann die Wärmepumpe die Hauptlast der Heizung übernehmen, da sie bei milderen Temperaturen ausreichend Energie aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich gewinnen kann, um das Gebäude zu heizen. In dieser Zeit arbeitet die Wärmepumpe besonders effizient und verbraucht wenig Energie. Wenn die Außentemperaturen sinken, kann der Pelletkessel als Backup-Heizsystem einspringen und zusätzlich Wärme bereitstellen. Diese Kombination steigert die Effizienz und senkt Heizkosten.

  2. Solarthermie (EE-Hybrid): Die Kombination beider Systeme steigert die Effizienz, indem Solarthermie die Wärmepumpe unterstützt und deren Arbeitslast reduziert. Die Solarthermie kann beispielsweise in den sonnigen Sommermonaten genügend Wärme bereitstellen, um das Gebäude zu heizen, während die Wärmepumpe in dieser Zeit weniger genutzt wird. Im Winter kann die Wärmepumpe dann die Hauptlast übernehmen und die Solarthermie als Unterstützung eingesetzt werden.

  3. Gas (Gas-Hybridheizung): Neben Pellets und Solarthermie ist Gas eine dritte Möglichkeit die Wärmepumpe zu unterstützen. Gerade im Winter kann das Vorteile haben. Allerdings gibt es für diese Variante keine Fördergelder mehr vom Staat.

  4. Kaminofen: Ein Kaminofen kann zusätzlich zu einer Wärmepumpe betrieben werden, um die Raumtemperatur zu erhöhen und für eine behagliche Wärmequelle zu sorgen. Diese Kombination aus Ofen und Wärmepumpe kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, um ein Gebäude effizient zu beheizen. Gerade im Winter kann ein solcher Kaminofen eine gute Unterstützung zur Wärmepumpe sein. Gleichzeitig schafft ein solcher holzbetriebener Ofen eine gemütliche Atmosphäre. In gut gedämmten Neubauten reichen häufig weniger leistungsstarke Geräte, z.B. ein kleiner Schwedenofen.

Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass die Wärmepumpe und die sekundäre Wärmequelle aufeinander abgestimmt werden, damit sie effektiv zusammenarbeiten und keine Probleme verursachen.


Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe

Wusstest du schon, wie wichtig die richtige Einstellung der Vorlauftemperatur bei deiner Wärmepumpe ist? Sie ist entscheidend für einen effizienten Betrieb und hilft dabei, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


Stell es dir so vor: Ist die Temperatur zu hoch, wird der Kompressor deiner Wärmepumpe unnötig belastet. Das zieht einen erhöhten Stromverbrauch nach sich. Ist die Vorlauftemperatur an deiner Heizung hingegen zu niedrig, könnte es passieren, dass dein Zuhause trotz genug Heizleistung nicht richtig oder nur sehr langsam warm wird.


Die optimale Vorlauftemperatur für deine Wärmepumpe sollte am besten durch einen Fachmann für Heizungstechnik bestimmt werden. Er kann die ideale Heizkurve und die passenden Einstellungen durch eine Wärmebedarfs- und Rohrnetzberechnung ermitteln.


Falls du aber selbst die Einstellungen vornehmen möchtest, dann wird es meist ein bisschen zum Rätselraten. Die passende Vorlauftemperatur hängt stark von deinem Wärmeverteilsystem ab. Zum Beispiel brauchen Wärmepumpen, die mit einer Fußbodenheizung verbunden sind, in der Regel niedrigere Vorlauftemperaturen als solche, die mit Heizkörpern arbeiten.


Bei allen Anpassungen, die du vornimmst, solltest du immer nur kleine Änderungen machen und dich so schrittweise der optimalen Temperatur annähern. Und ein kleiner Tipp am Rande: Mach diese Einstellungen am besten bei Außentemperaturen von unter fünf Grad Celsius, um die Änderungen besser beurteilen zu können.


Warmwasser-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe kann nicht nur zur Heizung von Gebäuden genutzt werden, sondern auch zur Bereitstellung von Warmwasser. Diese Art der Wärmepumpe wird Warmwasser- oder auch Brauchwasserwärmepumpe genannt.


Dabei wird die von der Wärmepumpe gewonnene Wärme genutzt, um das Warmwasser in einem Boiler oder einem Warmwasserspeicher auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Der Vorteil einer Wärmepumpe zur Warmwasseraufbereitung liegt darin, dass die Investitions- und Energiekosten vergleichsweise niedrig sind und sie ohne hohen Aufwand installiert werden kann.


X-mal länger Wärme dank Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher ist ein Behälter aus Stahl, der mit Wasser gefüllt und isoliert ist. Er dient dazu, Heizwasser zu speichern und somit den Wärmeverbrauch von der Wärmeerzeugung zu entkoppeln.


Durch die Nutzung des Pufferspeichers kann die gespeicherte Energie bei Bedarf wieder dem Heizsystem zugeführt werden und ermöglicht es, auch unabhängig vom Betrieb der Wärmepumpe angenehme Raumtemperaturen zu erreichen. Der Einsatz eines Pufferspeichers trägt wesentlich dazu bei, die Betriebskosten zu reduzieren und den Wirkungsgrad der Wärmepumpe zu verbessern.


Yoga oder Yacht?

Zu Y ist uns wirklich nichts eingefallen, was man bei einer Wärmepumpe beachten sollte. Hast du eine Idee? Dann hinterlass uns doch unten einen Kommentar.


Zähler für eine Wärmepumpe

Wer von einem günstigeren Wärmepumpenstrom profitieren will, der sollte einen separaten Stromzähler einbauen lassen. Wärmepumpenstrom ist ein spezieller Stromtarif, der für den Betrieb von Wärmepumpen angeboten wird. Meistens ist er etwas günstiger, da dieser von gewissen staatlichen Umlagen befreit ist.


Braucht man für eine Wärmepumpe einen Smart Meter? Für Deutschland gilt: Sobald eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie eine Wärmepumpe neu installiert wird, muss ein Smart Meter eingebaut werden. Die intelligenten, digitalen Zähler messen den Energieverbrauch in Echtzeit und übermitteln die gemessenen Daten automatisch an den Energieversorger.

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